Warnung vor Langzeit-Tracking & Späh-Attacken

B2B Cyber Security ShortNews
Anzeige

Beitrag teilen

Wenn Cyberkriminelle viel Geduld haben: ECOS Technology warnt vor langfristigem Ausspähen. In der Summe vermeintlich unkritischer Informationen liegt eine oft unterschätzte Gefahr für Unternehmen und Behörden.

Beim Umgang mit ihren Daten nutzen Unternehmen und Behörden oft abgestufte Sicherheitsmaßnahmen. Was besonders wichtig und kritisch ist, wird auch besonders gut geschützt. Für (vermeintlich) weniger schützenswerte Informationen liegt das Sicherheitsniveau hingegen unter Umständen niedriger. Ein Ansatz, der unter kommerziellen und operativen Gesichtspunkten vernünftig ist und ein Fundament gängiger Informations-Sicherheits-Management-Systeme darstellt.

Anzeige

Langfristiges Ausspähen ist unterschätzte Gefahr

Die IT-Security-Experten von ECOS Technology (www.ecos.de) warnen in diesem Zusammenhang allerdings vor häufig unterschätzten Gefahren durch langfristiges Ausspähen beziehungsweise Langzeit-Tracking. Cyberkriminelle setzen dabei darauf, jeglichen zugänglichen Datenverkehr eines Unternehmens oder einer Organisation über einen längeren Zeitraum aufzuzeichnen, zu entschlüsseln und mit weiteren Informationen in Zusammenhang zu bringen. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf Strukturen, Beziehungen und Gewohnheiten innerhalb der Organisation gewinnen. Diese können dann beispielsweise die Grundlage für die erfolgreiche Durchführung von Social-Engineering-Angriffen bilden.

Einfache Infos helfen bei CEO Fraud-Angriff

Die besondere Gefahr solcher Angriffe liegt darin, dass sie den Betroffenen in der Regel gar nicht bewusst ist. Denn für sich betrachtet, erscheinen die einzelnen Informationen häufig weitgehend belanglos. Mit der einzelnen E-Mail mit Flug- und Hoteldaten für die nächste Geschäftsreise etwa, die ein Mitarbeiter aus dem Homeoffice seiner Abteilungsleiterin schickt, wird sich in der Regel zunächst eher wenig anfangen lassen. Anders sieht es aus, wenn unbefugte Dritte mit kriminellen Absichten durch Langzeit-Beobachtung in den Besitz umfangreicher Mengen von Daten dieser Art gelangen. Daraus gewonnene Erkenntnisse können zum Beispiel die Basis für einen sogenannten „CEO Fraud“ Angriff bilden.

Anzeige
WatchGuard_Banner_0922

Gefälschte Mails vom Geschäftsführer

Hierbei wird mit gefälschten, vermeintlich von der Geschäftsführung stammenden E-Mails zur Überweisung von Geldbeträgen oder zur Bereitstellung von Informationen aufgefordert. Ähneln solche E-Mails in Inhalt und Stil einer typischen Spam-Nachricht, werden sie in der Regel sofort erkannt. Ganz anders kann es jedoch aussehen, wenn sie von einem Hacker verfasst werden, der den Kommunikationsstil der beteiligten Personen über einen längeren Zeitraum genau beobachtet hat. Vergleichbares gilt für E-Mails, die zum Einschleusen von Ransomware beziehungsweise Verschlüsselungstrojanern genutzt werden. Die Erfolgsquote solcher Attacken ist umso höher, je besser der Angreifer sein Opfer kennt und je genauer die entsprechende E-Mail-Kommunikation zugeschnitten werden kann.

Langfristige Strategie der Angreifer

„Bei der Vorbereitung größerer, gezielter Angriffe auf die IT-Netzwerke von Firmen oder Organisationen geht es Kriminellen nicht darum, sofort die gewünschten Daten zu erbeuten oder unmittelbar einen Erpressungs-Trojaner einzuschleusen“, erklärt Paul Marx, Geschäftsführer der ECOS Technology GmbH. „Vielfach steht bei professionelle Attacken eine eher langfristig angelegte Strategie im Vordergrund. Das Abgreifen einzelner E-Mails erscheint vermeintlich harmlos. Die Gefahr entsteht dadurch, dass Unbefugte über einen längeren Zeitraum in den Besitz umfangreicher Datenmengen gelangen und daraus entsprechende Schlüsse ableiten.“

Zur Abwehr derartiger Attacken empfiehlt ECOS, auch bei vergleichsweise unkritischen Informationen ein hohes Sicherheitsniveau beizubehalten. Dies gilt insbesondere auch beim Arbeiten von unterwegs oder im Homeoffice – Szenarien, in denen beispielsweise spezielle, sichere Remote-Access-Lösungen oder VPN-Zugänge zum Einsatz kommen sollten.

Mehr bei ECOS.de

 


Über ECOS Technology

Die ECOS Technology GmbH hat sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von IT-Lösungen für den hochsicheren Fernzugriff (Remote Access) sowie die Verwaltung von Zertifikaten und Smartcards spezialisiert. Zu den Kernprodukten, die in unterschiedlichsten Branchen eingesetzt werden, zählen der ECOS SECURE BOOT STICK und die PKI-Appliance ECOS TRUST MANAGEMENT APPLIANCE. Unternehmen, Behörden und Organisationen sind damit zum Beispiel in der Lage, eigene Zertifikate zu erstellen, zu verlängern oder zurückzuziehen, Mitarbeiter im Home Office anzubinden, schnell nutzbare, kosteneffiziente Notfallarbeitsplätze für Krisenfälle vorzuhalten oder Industrieanlagen sicher und geschützt fernzuwarten. Durch die kostenoptimierten Thin-Client-Lösungen von ECOS können außerdem in vielen Szenarien die Hardwarekosten massiv gesenkt werden (Lifecycle Extension). ECOS beschäftigt sich bereits seit 1999 mit der IT-Sicherheit im Rahmen von Netzwerk-Infrastrukturen. Das deutsche Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Oppenheim bei Mainz.


 

Passende Artikel zum Thema

Entspannung beim Fachkräftemangel in der IT-Sicherheit

Die Welt steht still, so scheint es, doch der Schein trügt. Wie für so viele IT-Themen gehören auch Managed Security ➡ Weiterlesen

Forscher decken Angriffe auf europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzerne auf

ESET-Forscher decken gezielte Angriffe gegen hochkarätige europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzerne auf. Gemeinsame Untersuchung in Zusammenarbeit mit zwei der betroffenen europäischen Unternehmen ➡ Weiterlesen

Trends und Tipps zur Weiterentwicklung moderner CISOs

Kudelski Security, die Cybersicherheitsabteilung der Kudelski-Gruppe, veröffentlicht ihr neues Forschungspapier zum Cybergeschäft "Building the Future of Security Leadership"(Aufbau künftiger Sicherheitsexperten). ➡ Weiterlesen

Java-Malware kopiert Passwörter

G Data-Forscher decken auf: Java-Malware kopiert Passwörter und ermöglicht auch noch die Fernsteuerung via RDP. Eine in Java entwickelte neu ➡ Weiterlesen

Vertrauen auf VPN für den sicheren Zugriff

SANS Institute, ein Anbieter von Cybersicherheitsschulungen und -zertifizierungen, stellt die Untersuchung „Remote Worker Poll“ zur Verbreitung von Home Office Security ➡ Weiterlesen

Hackergruppe gibt auf und veröffentlicht Schlüssel

Manchmal beschleicht wohl auch Hacker so etwas wie Reue oder ein schlechtes Gewissen und sie geben ihre schwarzen Hüte an ➡ Weiterlesen

Bösartige Chrome Extensions führen zum Datendiebstahl

Google Chrome Extensions und Communigal Communication Ltd. (Galcomm)-Domänen sind in einer Kampagne ausgenutzt worden, die darauf abzielt, Aktivitäten und Daten ➡ Weiterlesen

Was das „neue Normal“ für die Cloud-Sicherheit bedeutet

Die Corona-Krise hat nicht nur gezeigt, wie wichtig Cloud-Services für Unternehmen sind. Nach der Krise soll es ein „neues Normal“ ➡ Weiterlesen