62,6 Milliarden Cyber-Attacken im Jahr 2020

62,6 Milliarden Cyber-Angriffe im Jahr 2020
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Cyber-Angriffe steigen um 20 Prozent auf über 62,6 Milliarden im Jahr 2020. Ergebnisse des jährlichen Roundup-Reports von Trend Micro unterstützen bei der strategischen Sicherheitsplanung für 2021.

Trend Micro, einer der weltweit führenden Anbieter von IT-Sicherheit, veröffentlicht seinen Rückblick auf die Entwicklung der Cybersicherheit im vergangenen Jahr. Aus dem Bericht geht hervor, dass das Unternehmen im vergangenen Jahr 119.000 Cyber-Angriffe pro Minute erkannte und blockierte. Die Angriffe setzten sowohl Privatanwender als auch Unternehmensinfrastrukturen stark unter Druck.

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Einfallstor in Unternehmensnetzwerke gesucht

Laut dem Bericht von Trend Micro befanden sich insbesondere Heimnetzwerke im Visier von Cyberkriminellen. Diese suchten darüber ein Einfallstor in Unternehmensnetzwerke oder hatten das Ziel, IoT-Geräte zu kompromittieren und in Botnets einzubinden. Trend Micro fand heraus, dass die Zahl der Angriffe auf Privathaushalte im Jahresvergleich um 210 Prozent auf fast 2,9 Milliarden anstieg. Die überwiegende Mehrheit (73 Prozent) dieser Angriffe waren Brute-Force-Attacken mit dem Ziel die Kontrolle über einen Router oder ein Smart Device zu erlangen.

Angriffe per E-Mail machten 91 Prozent der 62,6 Milliarden Bedrohungen aus, die Trend Micro im vergangenen Jahr blockierte. Auf Deutschland entfielen etwa 1,03 Milliarden dieser Attacken. Damit liegt es weltweit auf dem sechsten Rang der am stärksten betroffenen Länder. Zudem erfreuen sich Phishing-Angriffe bei Cyberkriminellen nach wie vor großer Beliebtheit. Der japanische Sicherheitsanbieter erkannte im Jahr 2020 fast 14 Millionen einzigartige Phishing-URLs, mit denen Cyberkriminelle auf unaufmerksame Heimarbeiter abzielten.

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2020: das Jahr der Phishing- und Cyber-Angriffe

Das vergangene Jahr war dabei insbesondere durch Phishing- und andere Cyber-Angriffe gekennzeichnet, die sich die Corona-Pandemie zunutze machten. Fast 16,4 Millionen solcher Bedrohungen, die sich aus bösartigen URLs, Spam- und Malware-Attacken zusammensetzten, wurden von Trend Micro dokumentiert. Im weltweiten Vergleich war Deutschland mit fast 2,4 Millionen oder 14,6 Prozent an Erkennungen am zweitstärksten von derartigen Angriffen betroffen, lediglich überboten von den USA.

„2020 sahen sich Unternehmen mit einem noch nie dagewesenen Ausmaß an Bedrohungen konfrontiert, welche ihre gesamte Infrastruktur und zahlreiche Mitarbeiter im Homeoffice, betrafen. Bekannte Taktiken wie Phishing- und Brute-Force-Angriffe sowie das Ausnutzen von Schwachstellen stellen dabei noch immer die primär genutzten Angriffsmittel dar. Dieses Wissen kann bei der Implementierung von Abwehrmaßnahmen helfen“, sagt Richard Werner, Business Consultant bei Trend Micro. „Unternehmen hatten inzwischen einige Zeit, die Auswirkungen der Pandemie auf den eigenen Betrieb und das Cyberrisiko zu verstehen. Dementsprechend bringt das neue Jahr die Chance einer Neuausrichtung mit sich. Ein Cloud-basierter Ansatz stärkt die Sicherheitsarchitektur eines Unternehmens und schützt darüber hinaus auch Remote-Mitarbeiter und -Systeme vollumfänglich.“

Der Trend Micro-Report von sieht wichtige Entwicklungen

  • Die Zahl der neu entdeckten Ransomware-Familien stieg um 34 Prozent, wobei „doppelte Erpressungsangriffe” und gezielte Attacken sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. Beispielsweise stehlen Angreifer Daten, um sie in einem nächsten Schritt zu verschlüsseln und mit der Drohung, die Informationen zu veröffentlichen, ein Lösegeld erpressen. Behörden, Banken, die Fertigungsindustrie und das Gesundheitswesen waren diesen Angriffen am häufigsten ausgesetzt.
  • Die Anzahl der von Trend Micros Zero Day Initiative (ZDI) veröffentlichten Schwachstellen nahm im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent zu. Darüber hinaus ist festzustellen, dass auch Schwachstellen, die zum Teil schon seit dem Jahr 2005 bekannt sind, immer noch regelmäßig ausgenutzt werden.
  • Viele Cyber-Angriffe zielten auf besonders von Remote-Mitarbeitern genutzte VPN-Schwachstellen ab. So blockierte Trend Micro bereits knapp 800.000 Versuche, CVE-2019-11510 auszunutzen, eine kritische Arbitrary-File-Disclosure-Sicherheitslücke in Pulse Connect Secure.
  • Fehlkonfigurationen in der Cloud hatten im Jahr 2020 zunehmend Konsequenzen. Trend Micro beobachtete die Ausnutzung ungesicherter APIs bei mehreren Crypto-Mining-Angriffen.
  • Die ZDI veröffentlichte 1.453 Schwachstellenhinweise, von denen fast 80 Prozent als kritisch oder mit hohem Schweregrad eingestuft wurden.

 

Zum 2020 Annual Cybersecurity Report bei TrendMicro .com

 


Über Trend Micro

Als einer der weltweit führenden Anbieter von IT-Sicherheit hilft Trend Micro dabei, eine sichere Welt für den digitalen Datenaustausch zu schaffen. Mit über 30 Jahren Sicherheitsexpertise, globaler Bedrohungsforschung und beständigen Innovationen bietet Trend Micro Schutz für Unternehmen, Behörden und Privatanwender. Dank unserer XGen™ Sicherheitsstrategie profitieren unsere Lösungen von einer generationsübergreifenden Kombination von Abwehrtechniken, die für führende Umgebungen optimiert ist. Vernetzte Bedrohungsinformationen ermöglichen dabei besseren und schnelleren Schutz. Unsere vernetzten Lösungen sind für Cloud-Workloads, Endpunkte, E-Mail, das IIoT und Netzwerke optimiert und bieten zentrale Sichtbarkeit über das gesamte Unternehmen, um Bedrohung schneller erkennen und darauf reagieren zu können. Mit über 6.700 Mitarbeitern in 65 Ländern und der weltweit fortschrittlichsten Erforschung und Auswertung globaler Cyberbedrohungen ermöglicht Trend Micro Unternehmen, ihre vernetzte Welt zu schützen. Die deutsche Niederlassung von Trend Micro befindet sich in Garching bei München. In der Schweiz kümmert sich die Niederlassung in Wallisellen bei Zürich um die Belange des deutschsprachigen Landesteils, der französischsprachige Teil wird von Lausanne aus betreut; Sitz der österreichischen Vertretung ist Wien.


 

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