Ransomware als Franchise-Modell

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Wird in einem Markt eine Nachfrage erfüllt, kann dies erfolgreich sein. So genanntes Fast Food Franchise-Ransomware ist ein erfolgreiches Geschäftsmodell auf dem Modell Ransomware-as-a-Service.

Die Sophos Labes haben vor kurzem den neuen Report “Color by Numbers: Inside a Dharma Ransomware-as-a-Service (RaaS) Attack” veröffentlicht. Der Report gibt erstmals einen tiefen Einblick in das automatisierte Angriffsskript und das Toolset, das Cyberkriminellen von den Ransomware-Erstellern inklusive der Back-End-Infrastruktur und weiteren schädlichen Tools zur Verfügung gestellt wird. Der Bericht veranschaulicht zudem, wie Dharma im Jahr 2020 kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) ins Visier nimmt.

Dharma ist seit 2016 bekannt und ist aufgrund seines dienstleistungsbasierten Massenmarkt-Geschäftsmodells eine der profitabelsten Ransomware-Familien überhaupt. Verschiedene Iterationen seines Quellcodes wurden online veröffentlicht oder zum Verkauf angeboten, so dass heute viele Varianten des Codes existieren.

Dharma Ransomware-as-a-Service

Laut den Analysen von Sophos sind die Hauptziele der Dharma RaaS-Angriffe kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU). 85 Prozent der Angriffe im Jahr 2020 konzentrierten sich auf Tools mit ungeschütztem Zugriff, wie beispielsweise das Remote Desktop Protocol (RDP). Zu diesen Erkenntnissen kam das Ransomware-Recovery-Unternehmen Coveware, das zudem herausfand, dass die Dharma-Lösegeldforderungen mit durchschnittlich 8.620 US-Dollar recht niedrig sind.

Dharma ist eine Fast-Food-Franchise-Ransomware. Sie ist weit verbreitet und für fast jeden leicht zugänglich. Die Dharma Ransomware-as-a-Service-Angebote erweitern den Kreis der Personen, die Lösegeld-Angriffe ausführen können, deutlich. In normalen Zeiten ist dies schon beunruhigend genug. Aber gerade jetzt, wo sich viele Unternehmen der COVID-19-Pandemie anpassen müssen, viele Mitarbeiter remote beziehungsweise im Home-Office arbeiten und das IT-Personal dünn gesät ist, werden die Risiken dieser Angriffe noch größer. Die Notwendigkeit, Mitarbeiter mit Remote-Arbeitsplätzen zu versorgen hat anfällige Infrastrukturen und Endgeräte zur Folge, insbesondere bei kleineren Unternehmen. Die Dringlichkeit der Lage behindert das IT-Personal dabei, Systeme angemessen zu überwachen und zu verwalten.

8.000 Dollar Lösegeldforderung

Bei so vielen Lösegeldforderungen in Höhe von mehreren Millionen Dollar, hochkarätigen Zielen und fortgeschrittenen Gegnern wie WastedLocker sind auch Bedrohungen wie Dharma sehr aktuell. Sie ermöglichen es einer ganzen anderen Gruppe von Cyberkriminellen, mehrere kleinere Ziele zu treffen und so ein Vermögen zu scheffeln, immer achttausend Dollar auf einmal.

Mehr dazu im Blog bei Sophos.com

 


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