Microsoft: Exchange-Server-Update legt Server lahm

B2B Cyber Security ShortNews

Beitrag teilen

Microsoft hat Sicherheitsupdates für Exchange-Schwachstellen veröffentlicht Exchange Server 2019 und 2016 betreffen. Allerdings legen diese Updates den Server lahm, wenn er nicht englischsprachig ist. Microsoft bietet aber nun einen Workaround, damit die Server gepatcht werden können. Schließlich geht es um Schwachstelle mit CVSS-Wert von 9.8.

Einige Administratoren, die nötige Sicherheits-Updates sofort umsetzen, haben eine bittere Überraschung erlebt. Beim aufspielen der Sicherheitsupdates Exchange Server 2019 und Exchange Server 2016 hagelte es Fehlermeldungen und einige Server waren danach lahmgelegt. Das Problem: Sobald der Server nicht in englischer Sprache betrieben wurde, schlug das Update fehl und produzierte teils fatale Fehler.

Microsoft bietet inzwischen Workaround

Das Sicherheitsupdate für Exchange wird natürlich von allen Experten empfohlen, da die Lücke als kritisch gilt. Der CVSS-Wert liegt bei 9.8 von 10 und sollte sofort geschlossen werden. Damit Administratoren schnell umsetzen können, hat Microsoft einen Workaround erarbeitet. Dier lässt sich zwar relativ gut umsetzen, ist aber wesentlich mehr Aufwand als ein automatisiertes Update. Gerade, wenn mehrere Exchange-Server gepatcht werden müssen.

Exchange-Patch für kritische Schwachstelle

Die aktuelle Schwachstelle mit dem CVE-2023-21709 lässt eine Erhöhung der Privilegien unter Exchange zu und sollte daher schnell geschlossen werden. Gerade bei Exchange gab es vor fast genau einem Jahr zwei 0-Day-Schwachstelle die massiv angegriffen wurde. Die eine Lücke ermöglichte Server-Side Request Forgery (SSRF) Angriffe, während die zweite, identifiziert als CVE-2022-41082, Remote Code Execution (RCE) ermöglichte, wenn PowerShell für den Angreifer zugänglich war.

Mehr bei Microsoft.com

 

Passende Artikel zum Thema

Forensik realer Cyberangriffe lüftet Taktiken der Angreifer

Detaillierte Untersuchung der vom Sophos Incident Response Team übernommen Fälle macht deutlich, dass Angreifer immer kürzer im infiltrierten Netzwerk verweilen, ➡ Weiterlesen

Ransomware-Gruppe 8base bedroht KMUs

8base ist eine der aktivsten Ransomware-Gruppen. Sie fokussierte sich in diesem Sommer auf kleine und mittlere Unternehmen. Durch niedrige Sicherheitsbudgets ➡ Weiterlesen

ALPHV: Casinos und Hotels in Las Vegas per Hack lahmgelegt

MGM Resorts, ein US-amerikanischer Betreiber von Hotels und Spielcasinos, wurde vor kurzem von einem Ransomware-Angriff heimgesucht, der mehrere Systeme an ➡ Weiterlesen

Microsoft: 38 TByte Daten versehentlich offengelegt

Der Security Anbieter Wiz hat beim stöbern im KI-GitHub-Repository von Microsoft 38 TByte an Daten gefunden samt 30.000 internen Teams-Nachrichten. ➡ Weiterlesen

Cyberbedrohung: Rhysida-Ransomware

Taktiken und Techniken der Rhysida-Ransomware ähneln denen der berüchtigten Ransomware-Bande Vice Society. Experten vermuten, dass Vice Society eine eigene Variante ➡ Weiterlesen

Gastgewerbe: Angriffe auf Buchungsplattform

Cyberkriminelle stahlen die Kreditkartendaten, persönliche Daten und Passwörter der Kunden der Gaststätten-Buchungsplattform IRM-NG. Bitdefender hat aktuelle Forschungsergebnisse einer derzeit laufenden ➡ Weiterlesen

In Post-Quanten-Kryptografie investieren

Schon jetzt setzt Google in seiner aktuellsten Version des Chrome Browsers auf ein quantensicheres Verschlüsselungsverfahren (Post-Quanten-Kryptografie). Unternehmen sollten das ebenfalls ➡ Weiterlesen

Veraltete Systeme: Cyberangriffe auf Gesundheitseinrichtungen

Weltweit waren 78 Prozent der Gesundheitseinrichtungen im letzten Jahr von Cybervorfällen betroffen. Jeder vierte Cyberangriff auf Gesundheitseinrichtungen in Deutschland hat ➡ Weiterlesen