iOS-Datenkraken aus dem App-Store

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In vielen kleineren Unternehmen ist es oft üblich, dass über ein privates Smartphone auch Firmenkommunikation abläuft. Das Ganze ist so schon gefährlich genug. Man sollte aber auch wissen, dass viele Apps die Daten für Werbezwecke auswerten. Hier gibt es eine Analyseliste von 100 iOS-Apps aus dem Apple App Store und wie viele Daten sie sammeln.

Seit 2009 hat sich die Zahl der Smartphone-Besitzer von 6,3 Millionen auf 62,6 Millionen im Jahr 2021 verzehnfacht (Statista.com). Für fast jeden Nutzer sind mobile Anwendungen – Apps – ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens geworden. Mehr als zwei Millionen Apps stehen allein im App Store von Apple zum Download bereit. Mehr als 90 Prozent davon sind kostenlos. Das weckt die Frage, wie verdienen die Entwickler dieser Apps ihr Geld? Wer solche Apps im Unternehmen nutzt um Verbindung zu Kunden zu halten, verstößt damit meist nicht nur gegen die Unternehmens-Compliance, sondern auch gegen die DSGVO!

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Keine App ist wirklich kostenlos

Eine kürzlich durchgeführte Untersuchung des Google Play Stores hat bereits ergeben, dass einige der beliebtesten kostenlosen Apps für ihre Nutzung den Zugriff auf teilweise mehr als 70 private Datenpunkte verlangen. Dank der DSGVO ist eine vorherige Zustimmung durch den Nutzer erforderlich, doch sobald der Zugriff gewährt wird, können die Apps auch persönlichen Daten zu ihrem Vorteil nutzen. So zum Beispiel durch den Verkauf an andere Werbetreibende.

Spezialist HeyData hat einen Blick in den App Store von Apple unternommen und mehr als 120 der beliebtesten iPhone-Apps in Deutschland untersucht. Man wollte herauszufinden, welche Anwendungen besonders an Daten interessiert sind, um sie:

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  • an Drittanbieter und Werbetreibende zu verkaufen,
  • für die eigene Vermarktung zu nutzen,
  • dafür zu nutzen, uns auf anderen Apps und Webseiten zu verfolgen.

Die Bitte einer App auf den Standort zugreifen zu dürfen ist nicht automatisch negativ. Für Transport- und Liefer-Apps, wie Uber oder Lieferando, ist die Anfrage zur Erfüllung der Leistung unerlässlich. Bei anderen Anwendungen scheinen Kenntnisse über den genauen Standort für die Funktion irrelevant zu sein. Das wirft Fragen auf. Einige Apps verwenden die Nachverfolgung sogar, um Nutzeraktivitäten über die App hinweg auf anderen Apps und Websites zu überwachen. Duolingo führt die Liste an: Die Sprachlern-App stellt 19 Zugriffsanfragen, von denen 68 Prozent dem Tracking zum Teil über die App hinaus dienen.

Wie Apps mit Daten Geld generieren

Unternehmen generieren auch Einnahmen aus kostenlos nutzbaren Apps, indem sie diese als Ort für ihre eigenen Marketingaktivitäten nutzen. Auch in diesem Bereich führen die Meta-Apps Messenger, Facebook und Instagram die Liste an. 75 Prozent ihrer Zugriffsanfragen betreffen das Tracking für interne Werbezwecke. Die Mobilitätsplattform Circ verwendet fast 92 Prozent ihrer Zugriffsanfragen für das eigene Marketing. Unter den Dating-Apps ist LOVOO die App, die unsere persönlichen Daten am häufigsten für eigene Werbung nutzt.

Diese iOS-Apps geben die Daten an Dritte weiter für Werbung (Bild: heyData).

Messenger-Dienste und Chats gehören zu den weltweit am meisten genutzten Smartphone-Apps. Seit ihrer Einführung ist die Bedeutung des Datenschutzes bei diesen Apps ein heißes Thema. Einige Dienste haben es sich sogar zur Aufgabe gemacht, ein Höchstmaß an Datenschutz zu bieten und sind dafür bekannt geworden. Dazu gehört zum Beispiel die App Signal, die keine persönlichen Daten abfragt. Im Gegensatz dazu nutzen andere Dienste, wie der Messenger von Meta und Snapchat, nach wie vor private Daten für Tracking und Werbezwecke.

Facebook und Instagram verschlingen die Daten

Soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram sind äußerst erfolgreich bei der Monetarisierung von persönlichen Daten. Da sie so viele Informationen über Nutzer sammeln (jeweils insgesamt 54 persönliche Datenpunkte), sind diese Plattformen gigantische Marketingmaschinen geworden. Die weitreichenden Benutzerdetails, die Betreiber dieser Sozialen Netzwerke einfangen und clever vermarkten, erzielen Einnahmen in Milliardenhöhe. Im Gegensatz dazu betrachten sich Discord, Reddit und Quora selbst als soziale Netzwerke. Die Apps dieser Anbieter greifen weit weniger in die Privatsphäre ein, wenn es um das Tracking oder Verkaufen persönlicher Daten geht.

Die weitere Auswertung zu allen Nutzungsbereichen der Apps findet sich auch online bei heyData.

Mehr bei heyData.eu

 


Über heyData

heyData ist ein führendes Unternehmen für Datenschutz und Compliance. Über unsere digitale Datenschutzlösung, die heyData-Plattform, werden unseren Kunden dafür alle datenschutzrechtlich relevanten Informationen bereitgestellt. Zusätzlich stehen unsere Datenschutz-Anwälte von heyData unseren Kunden jederzeit persönlich zur Seite.


 

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