AV-Comparatives: Endpoint Prevention & Response (EPR) Tests

B2B Cyber Security ShortNews

Beitrag teilen

Das unabhängige ISO-zertifizierte Sicherheitstestlabor AV-Comparatives hat die Ergebnisse seines Endpoint Prevention & Response (EPR) Tests veröffentlicht. Jedes der 10 getesteten Produkte wurde 50 verschiedenen gezielten Angriffsszenarien unterzogen.

DataBreaches können erhebliche finanzielle Auswirkungen haben, wobei die durchschnittlichen Kosten eines Breaches laut IBM derzeit bei 4,24 Millionen Dollar liegen – so AV-Comparatives. Der höchste Strategic Leader Award wurde an Bitdefender, Palo Alto Networks, Check Point, CrowdStrike, F-Secure, Cisco und ESET verliehen. Symantec von Broadcom wurde mit dem CyberRisk Visionaries Award ausgezeichnet. Zwei weitere Anbieter erhielten den Strong Challengers Award.

Strategic Leader Award für EPR-Produkte

Der Strategic Leader Award wird an EPR-Produkte verliehen, die eine sehr hohe Investitionsrentabilität und sehr niedrige Gesamtbetriebskosten aufweisen. Diese Produkte zeichnen sich durch herausragende Präventions-, Erkennungs-, Reaktions- und Berichterstattungsfunktionen der Unternehmensklasse aus, kombiniert mit optimalen operativen und analytischen Workflow-Funktionen.

Unternehmen setzen EPR-Produkte ein, um gezielte Angriffe wie Advanced Persistent Threats (ATPs) zu erkennen, zu verhindern, zu analysieren und darauf zu reagieren. Sie sollten in der Lage sein, Malware und Netzwerkangriffe auf einzelne Workstations zu erkennen und zu blockieren sowie mit mehrstufigen Angriffen umzugehen, die darauf abzielen, das gesamte Netzwerk eines Unternehmens zu infiltrieren.

Umfassende Test der EPR-Produkte

Der EPR-Test umfasst eine Vielzahl verschiedener Techniken. Bleiben die Angriffe unentdeckt, durchlaufen sie drei verschiedene Phasen: Endpoint Compromise and Foothold; Internal Propagation and Asset Breach. Bei den Tests wurde ermittelt, ob das Produkt den Angriff erkannte, automatische Maßnahmen zur Abwehr der Bedrohung ergriff (aktive Reaktion) oder Informationen über den Angriff lieferte, die der Administrator nutzen konnte, um selbst Maßnahmen zu ergreifen (passive Reaktion). Wenn ein EPR-Produkt einen Angriff in einer Phase nicht blockiert, wird der Angriff in der nächsten Phase fortgesetzt.

Für jedes getestete Produkt wurde ein Zeitfenster von 24 Stunden nach Beginn eines Angriffs festgelegt. Die Tester untersuchten die Fähigkeit der einzelnen Produkte, Abhilfemaßnahmen zu ergreifen, wie z. B. die Isolierung eines Endpoints vom Netzwerk, die Wiederherstellung von einem Systemabbild oder die Bearbeitung der Windows Registry. AV-Comparatives testete auch die Fähigkeit jedes Produkts, die Art eines Angriffs zu untersuchen, einschließlich eines Zeitplans und einer Aufschlüsselung der Phasen. Schließlich wurde die Fähigkeit jedes Produkts bewertet, Informationen über Indikatoren einer Kompromittierung zu sammeln und in einer leicht zugänglichen Form zu präsentieren.

Mehr bei AV-Comparatives.org

 


Über AV-Comparatives

AV-Comparatives ist ein unabhängiges AV-Testlabor mit Sitz in Innsbruck, Österreich, und testet seit 2004 öffentlich Computer Security-Software. Es ist nach ISO 9001:2015 für den Bereich „Unabhängige Tests von Anti-Virus Software“ zertifiziert. Außerdem besitzt es die EICAR-Zertifizierung als „Trusted IT-Security Testing Lab“.


 

Passende Artikel zum Thema

Cybergefahr Raspberry Robin

Ein führender Anbieter einer KI-gestützten, in der Cloud bereitgestellten Cyber-Sicherheitsplattform, warnt vor Raspberry Robin. Die Malware wurde erstmals im Jahr ➡ Weiterlesen

Neue Masche Deep Fake Boss

Anders als bei klassischen Betrugsmaschen wie der E-Mail-gestützten Chef-Masche, greift die Methode  Deep Fake Boss auf hochtechnologische Manipulation zurück, um ➡ Weiterlesen

Einordnung der LockBit-Zerschlagung

Den europäischen und amerikanischern Strafverfolgungsbehörden ist es gelungen, zwei Mitglieder der berüchtigten LockBit-Gruppierung festzunehmen. Dieser wichtige Schlag gegen die Ransomware-Gruppe ➡ Weiterlesen

Die Bumblebee-Malware ist wieder da

Die Bumblebee-Malware wird nach mehrmonatiger Abwesenheit wieder von Cyberkriminellen eingesetzt. IT-Sicherheitsexperten konnten kürzlich eine E-Mail-Kampagne identifizieren, die die Marke des ➡ Weiterlesen

Microsoft Defender lässt sich austricksen

In Microsofts Virenschutzprogramm Defender steckt eine Komponente, die eine Ausführung von Schadcode mithilfe von rundll32.exe erkennen und unterbinden soll. Dieser ➡ Weiterlesen

Ransomware-Attacke auf IT-Dienstleister

Ein in Schweden stationiertes Rechenzentrum des finnischen IT-Dienstleisters Tietoevry wurde kürzlich mit Ransomware angegriffen. Zahlreiche Unternehmen, Behörden und Hochschulen sind ➡ Weiterlesen

Bedrohungspotenzial durch staatliche Akteure

Das Ausmaß der aktuellen Bedrohungslage veranschaulicht ein Cyberangriff, der sich vor kurzem in der Ukraine ereignet hat. Laut dem staatlichen ➡ Weiterlesen

Kritische Schwachstellen bei Fortinet

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer Sicherheitslücke in mehreren Versionen des Fortinet-Betriebssystems FortiOS, das etwa ➡ Weiterlesen