Trotz Ransomware-Lösegeld: Nur 24 Prozent erhalten alle Daten 

Trotz Ransomware-Lösegeld: Nur 24 Prozent erhalten alle Daten 

Beitrag teilen

Wie eine Studie zeigt, können trotz einer Lösegeldzahlung nur 24 Prozent der deutschen Unternehmen alle Daten nach einem Ransomware-Angriff wiederherstellen. Der Großteil der Unternehmen hat Probleme mit Backup- und Wiederherstellungslösungen.

91 Prozent der deutschen IT- und Cybersicherheit-Verantwortlichen sind besorgt, dass ihr Unternehmen nach einem Cyberangriff nicht in der Lage sein könnte, die Geschäftskontinuität aufrechtzuerhalten. Das geht aus dem zweiten Bericht von Rubrik Zero Labs hervor, der Forschungseinheit des Zero Trust Data Security™ Unternehmens Rubrik. Die Ausgabe mit dem Titel „The Hard Truths of Data Security“ gibt einen Einblick, mit welchen Herausforderungen die Cybersicherheit 2022 gegenüberstand und wie Organisationen eine robuste Cyberresilienz erreichen können.

1.600 Führungskräfte geben Auskunft

Rubrik Zero Labs gab seine zweite globale Studie bei Wakefield Research in Auftrag und liefert Erkenntnisse von mehr als 1.600 Führungskräften im Bereich IT und Cybersicherheit aus 10 Ländern einschließlich Deutschland. Unter den Befragten befinden sich CISOs, CIOs, Vice Presidents und Directors. Zu den wichtigsten Ergebnissen des Berichts „The State of Data Security” von den Rubrik Zero Labs gehören:

Jeder „macht“ Datensicherheit, aber Wirklichkeit und Ergebnisse variieren:

  • Nur 62 Prozent der Verantwortlichen für IT und Cybersicherheit haben im Jahr 2022 einen Incident Response Plan entwickelt oder überprüft. Lediglich 63 Prozent haben Backup- und Wiederherstellungsoptionen getestet.
  • Datensicherheit wird immer komplexer und die zu schützenden Datenmengen nehmen schnell zu. Die Daten von Rubrik zeigen, dass die durchschnittliche Zunahme der global geschützten Daten im Jahr 2022 bei 25 Prozent liegt. Dabei gibt es deutliche Unterschiede abhängig vom Speicherort: On-Premises betrug der Anstieg 19 Prozent und in der Cloud 61 Prozent. Die zu schützenden SaaS-Daten nahmen im letzten Jahr sogar um 236 Prozent zu.
  • Lediglich die Hälfte (51 Prozent) der Unternehmen in Deutschland setzen derzeit mindestens eine Zero-Trust-Initiative ein.

Unzureichend: Backups als letzte Verteidigungslinie

  • 93 Prozent der Befragten aus Deutschland geben an, dass böswillige Akteure während eines Cyberangriffs versuchten, Zugriff auf die Backups zu erlangen. 73 Prozent der Angriffe waren dabei mindestens teilweise erfolgreich.
  • 99 Prozent der in Deutschland befragten IT- und Sicherheitsverantwortlichen geben an, dass ihre Organisation über eine Backup- und Wiederherstellungstechnologie verfügt. Jedoch berichten 86 Prozent von erheblichen Problemen mit ihrer Lösung.
  • Global geben 72 Prozent der Unternehmen an, nach einem Ransomware-Angriff Lösegeld für ihre Daten bezahlt zu haben. Unternehmen in Deutschland sind deutlich zurückhaltender: Hier bezahlten lediglich 57 Prozent der Betroffenen.
  • Von den in Deutschland Befragten, die nach einem Ransomware-Angriff das Lösegeld bezahlt haben, geben jedoch nur 24 Prozent an, dass sie ihre Daten nach einem Ransomware-Angriff mithilfe der Entschlüsselungstools der Angreifer vollständig wiederherstellen konnten. Die geringe Erfolgsquote liegt jedoch noch immer über dem weltweiten Durchschnitt von 16 Prozent.

Haben Sie kurz Zeit?

Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit für unsere Nutzerumfrage 2023 und helfen Sie B2B-CYBER-SECURITY.de besser zu machen!

Sie sollen nur 10 Fragen beantworten und haben sofort eine Chance auf Gewinne von Kaspersky, ESET und Bitdefender.

Hier geht es direkt zur Umfrage
 

Neue und sich ständig weiterentwickelnde Aufgaben treffen auf altbekannte Herausforderungen

  • 42 Prozent der deutschen IT-Sicherheitsverantwortlichen betrachten ihr Cybersicherheits-Budget für 2023 als ungenügend.
  • 24 Prozent der in Deutschland Befragten erwarten, dass ihre IT- und Cybersicherheitsbudgets im Jahr 2023 sinken werden.
  • IT- und Sicherheitsverantwortliche stehen vor großen Hürden, um ihre Teams zusammenzubringen. Lediglich 6 Prozent in Deutschland sehen keine Faktoren, die die Koordinierung von IT und Cybersicherheit einschränken und auf die sie in diesem Jahr achten müssen.

„Es ist klar, dass Unternehmen die Schwere und die Auswirkungen von Cybervorfällen verstehen. Wir sehen aber auch eine Reihe von Hindernissen, die von mangelnder Vorbereitung, falscher Abstimmung zwischen IT- und Sicherheitsteams und übermäßigem Vertrauen auf unzureichende Backup- und Wiederherstellungslösungen herrühren“, erklärt Steven Stone, Leiter von Rubrik Zero Labs. „Im aktuellen Zeitalter der Cybersicherheit ist das beste Ergebnis, die Cyberresilienz zu gewährleisten. Vorfälle sind unvermeidlich. Daher ist es entscheidend, das Risiko zu reduzieren, bevor eine Reaktion erforderlich ist. In jedem Fall gilt es, die Kronjuwelen eines Unternehmens zu schützen: seine Daten.“

Hintergrund der Studie „The State of Data Security”

„Der Stand der Datensicherheit: The Hard Truths of Data Security“ von Rubrik Zero Labs wurde von Rubrik in Auftrag gegeben und von Wakefield Research unter 1.625 IT- und Sicherheitsentscheidern in Unternehmen mit 500 oder mehr Mitarbeitern durchgeführt. Die Befragten setzten sich etwa zur Hälfte aus CIOs und CISOs und zur Hälfte aus VPs und Directors of IT and Security zusammen. Die Studie wurde in den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Japan, Australien, Singapur und Indien zwischen dem 10. und 21. Februar 2023 durchgeführt.

Mehr bei Rubrik.com

 


Über Rubrik

Rubrik ist ein globaler Cybersecurity-Anbieter und Pionier der Zero Trust Data Security™. Unternehmen auf der ganzen Welt verlassen sich auf Rubrik, wenn es um die Sicherung ihrer Business Continuity und den Schutz vor Cyberangriffen und böswilligen Insidern geht. Die Lösung „Rubrik Security Cloud“ sichert die Daten unabhängig davon, wo sie sich tatsächlich befinden: On-Premises, in der Cloud oder einer SaaS-Anwendung.


 

Passende Artikel zum Thema

NIS2-Direktive: 6 Tipps zur Umsetzung in Unternehmen

Die EU-NIS2-Direktive verpflichtet bald viele Unternehmen dazu, höhere Cybersicherheitsstandards zu erfüllen - im Oktober 2024 soll das Gesetz schon fertig ➡ Weiterlesen

Cybersecurity: Mangelnde Abstimmung zwischen CEOs und CISOs

87 Prozent der befragten CISOs gaben im Dynatrace CISO-Report 2024 an, dass CEOs für Anwendersicherheit blind seien. 70 Prozent der ➡ Weiterlesen

Cyberversicherungen: Was hilft gegen steigende Kosten?

Cyberversicherungen sichern Unternehmen finanziell bei Cyberangriffen ab. Mit der Zunahme der Bedrohungslage erhöhen die Versicherungen die Kosten für Jahresprämien. Unternehmen, ➡ Weiterlesen

Ransomware: 97 Prozent der Betroffen sucht Rat bei Behörden

Enorm viele Unternehmen wenden sich bei einer Cyberattacke an behördliche Einrichtungen. Der aktuelle Sophos State of Ransomware Report bestätig, dass ➡ Weiterlesen

ShrinkLocker macht BitLocker zur Ransomware

Ein neuer Angreifer nutzt die Bitlocker-Funktionen in Windows aus und verwandelt die interne Verschlüsselungs-Funktion somit in Ransomware. Die Attacke läuft ➡ Weiterlesen

IT-Sicherheit: Mangelnde Kenntnisse in deutschen Unternehmen

Rund 25 Prozent aller Geschäftsleitungen wissen zu wenig über IT-Sicherheit und 42 Prozent der Arbeitnehmenden informieren sich nicht regelmäßig über ➡ Weiterlesen

Häufigster Angriffsvektor: Schwachstelle Mitarbeiter

Eins der wichtigsten Ergebnisse des im Mai veröffentlichten Data Breach Investigations Reports 2024 von Verizon ist die Erkenntnis, dass der ➡ Weiterlesen

Unternehmen entdecken Cyberangreifer schneller

Cyberangreifer nutzen bevorzugt Zero-Day-Schwachstellen aus, so der M-Trends Report 2024. Die durchschnittliche Verweildauer bis zu ihrer Entdeckung ist aber deutlich ➡ Weiterlesen