Webseiten verbreiten Software mit verstecktem Fernwartungstool

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Organisationen und KMU werden immer öfter auf gefälschte Software-Webseiten gelockt die eine manipulierte kostenlose Software verteilt die das Fernwartungstool ScreenConnect enthält. Die Versionen laden nach der Installation weitere Schadsoftware wie AsyncRAT nach.

Cyberkriminelle verbreiten das Fernwartungstool ScreenConnect über gefälschte Webseiten, die den offiziellen Seiten bekannter Software-Produkte, darunter OBS Studio, DNS Jumper, DS4Windows, Glary Utilities und Bandicam, täuschend ähnlich sehen. Darüber verschaffen sich die Angreifer dauerhaften Zugriff auf kompromittierte Geräte und laden weitere Schadsoftware wie AsyncRAT nach. Die Kampagne zielt sowohl auf Verbraucher als auch auf Organisationen und Unternehmen ab, die Windows verwenden. Insgesamt identifizierten die Kaspersky-Experten über 90 Domains in zehn Sprachen, unter anderem Deutsch, Englisch, Arabisch, Spanisch, Chinesisch, Portugiesisch und Russisch.

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Manipuliertes Fernwartungstool öffnet Angreifern die Tür

Nachdem Kaspersky über seinen Managed-Detection-and-Response-Dienst einen Vorfall registriert hatte, deckte das Unternehmen eine groß angelegte Kampagne auf, bei der Angreifer gefälschte Webseiten nutzen, um Installationsdateien zu verbreiten, die als beliebte Software getarnt sind – darunter OBS Studio, DNS Jumper, DS4Windows, Glary Utilities und Bandicam. Um Anwender auf diese Seiten zu lenken, setzen die Angreifer Suchmaschinenoptimierungstechniken ein, die die gefälschten Webseiten in den Suchergebnissen weit oben platzieren. Insgesamt identifizierten die Kaspersky-Experten mehr als 90 betrügerische Domains, die Teil dieser Masche waren – unter anderem in Deutsch, Englisch, Arabisch, Spanisch, Chinesisch, Portugiesisch und Russisch.

Nutzer, die eine vermeintlich legitime Software von diesen Webseiten herunterluden, erhielten stattdessen das versteckte Fernwartungstool ScreenConnect. Dies erlaubte den Angreifern einen dauerhaften Zugriff auf kompromittierte Geräte und die Installation von AsyncRAT, einen Open-Source-Trojaner, der ihnen die vollständige Kontrolle über die infizierten Systeme verschaffte. Die mit dieser Kampagne in Verbindung stehenden Domain-Registrierungen erreichten im Februar 2026 ihren Höhepunkt; bereits 2025 hatte derselbe Angreifer gefälschte Webseiten verwendet, um schädliche Installationsdateien als Spiele zu tarnen.

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Fernzugrifftool steht in KMU auf Whitelist und darf arbeiten

Die Infektion erfolgt über schädliche Archive, die neben der Bibliothek install.res.1033.dll auch die legitime, signierte Microsoft-Datei install.exe enthalten. Die DLL wird per DLL-Sideloading auf das Gerät geladen und startet einen ScreenConnect-Dienst, der auf weitere Anweisungen der Angreifer wartet.

„Die Kampagne zielt sowohl auf Nutzer ab, die kostenlose Programme aus dem Internet herunterladen, als auch auf Unternehmensnetzwerke, in denen Fernzugriffstools häufig auf der Whitelist stehen und mit erweiterten Berechtigungen ausgestattet sind. Sie ermöglicht den Diebstahl von Zugangsdaten in großem Umfang und den unbefugten Zugriff auf Systeme. Die gestohlenen Daten werden typischerweise später in Darknet-Foren weiterverkauft“, kommentiert Denis Kulik, leitender SOC-Analyst bei Kaspersky.

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Über Kaspersky

Kaspersky ist ein internationales Cybersicherheitsunternehmen, das im Jahr 1997 gegründet wurde. Die tiefgreifende Threat Intelligence sowie Sicherheitsexpertise von Kaspersky dient als Grundlage für innovative Sicherheitslösungen und -dienste, um Unternehmen, kritische Infrastrukturen, Regierungen und Privatanwender weltweit zu schützen. Das umfassende Sicherheitsportfolio des Unternehmens beinhaltet führenden Endpoint-Schutz sowie eine Reihe spezialisierter Sicherheitslösungen und -Services zur Verteidigung gegen komplexe und sich weiter entwickelnde Cyberbedrohungen. Über 400 Millionen Nutzer und 250.000 Unternehmenskunden werden von den Technologien von Kaspersky geschützt. Weitere Informationen zu Kaspersky unter www.kaspersky.com/


 

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