Viele CISOs neigen zur Lösegeldzahlung bei Ransomware-Angriffen

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Bezahlen oder nicht bezahlen? Für Cybersicherheit verantwortliche Führungskräfte beantworten diese Frage für sich mehrheitlich mit „bezahlen“. 58 Prozent der CISOs erwägen, auf die Forderungen bei Ransomware-Angriffen einzugehen. Zudem stufen 46 Prozent der Sicherheitsverantwortlichen Betriebsausfälle als die schwerwiegendste Auswirkung ein, die Ransomware auf ihre Unternehmen haben könnte.

Der Report The Ransomware Reality: Zero Days to Recover enthält die Antworten von 750 Chief Information Security Officers (CISOs) aus den Vereinigten Staaten sowie dem Vereinigten Königreich. Die aktuelle Untersuchung ist die zweite Ausgabe der Forschungsreihe „State of Enterprise Cyber Resilience“.

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Angriffe gehen häufig von mobilen, Remote- oder hybriden Endgeräten aus

Ransomware steht bei CISOs nach wie vor ganz oben auf der Liste der bedrohlichsten Risiken, weil ihre Endgeräte-Infrastrukturen erheblich anfällig sind. 57 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Unternehmen im Zeitraum der vergangenen 12 bis 18 Monate einen Angriff erlebt hätten, der von einem mobilen, Remote- oder hybriden Endgerät ausging. 58 Prozent meinten wiederum, dass ein Vorfall die Endgeräte funktionsunfähig gemacht habe1. Diese Erkenntnisse überraschen angesichts zusätzlicher telemetriebasierter Untersuchungen an Millionen von PCs kaum. Denn dabei wurde festgestellt, dass kritische Endpunkt-Sicherheitskontrollen in 20 Prozent der Fälle nicht funktionieren2 . Dringt Ransomware über ein Endgerät ein, ist der kaskadenartige Ausfall bis hin zur vollständigen Betriebsunfähigkeit nahezu unvermeidlich – sofern in den Geräten keine Resilienz integriert ist.

Wichtige Erkenntnisse des Reports The Ransomware Reality

  • Das Vertrauensparadoxon – 83 Prozent der CISOs sind zuversichtlich, dass sich ihr Unternehmen von einem Ransomware-Angriff erholen kann. Allerdings würden 57 Prozent bis zu sechs Tage und 20 Prozent sogar bis zu zwei Wochen für die Wiederherstellung benötigen. Kein CISO gab an, innerhalb eines Tages wieder einsatzbereit zu sein.
  • Sneakernet – Obwohl die Unternehmen wissen, dass Ransomware weiterhin zu Betriebsstörungen führt, sind 59 Prozent der Meinung, dass sie nach einem Vorfall physischen Zugriff auf einen Endpunkt haben müssen, um das Gerät reparieren und wiederherstellen zu können. Nur 53 Prozent der Unternehmen verfügen über Remote-Funktionen zur Wiederherstellung, obwohl solche Tools weit verbreitet sind.
  • Mythos-Variable – Laut Angaben von CISOs ist das Patchen von Altsystemen mit 42 Prozent nach der Problematik von Schulungen zur Sensibilisierung der Mitarbeiter (43 Prozent) die zweitgrößte Herausforderung bei der Abwehr von Ransomware. Anthropics KI-Modell Claude Mythos zeigt, dass fortschrittliche LLMs in den Händen von Verteidigern und Angreifern Schwachstellen mit einer Geschwindigkeit aufdecken können, mit der die Branche nicht Schritt halten kann. Unternehmen werden weiterhin mit durch Bedrohungen verursachten Störungen konfrontiert sein, die ungeminderte Software-Risiken ausnutzen.
    Das führt zu der Schlussfolgerung: Patching muss eine wichtige Sicherheitstaktik bleiben, jedoch muss die Fähigkeit, sich von zunehmenden Schwachstellen und Exploits zu erholen, ganz oben auf der Prioritätenliste stehen.

„Es überrascht keineswegs, dass Sicherheits- und Risikoverantwortliche trotz des regulatorischen Drucks weiterhin bereit sind, Lösegeld zu zahlen, um ihre Systeme wiederherzustellen und Daten zu schützen. Insbesondere wenn man bedenkt, dass längere Ausfallzeiten zu untragbaren Verlusten führen können“, sagt Christy Wyatt, Präsidentin und CEO von Absolute Security. „CISOs, die nach schwerwiegenden Angriffen die Geschäftskontinuität schnell wiederherstellen können, vermeiden es, in einen Ausfallzyklus zu geraten, der sich mit dem zunehmenden Einsatz KI-gestützter Angriffe durch Cyberkriminelle nur noch weiter verschärfen wird.“

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Über Absolute Security

Absolute Security arbeitet mit mehr als 28 der weltweit führenden Endgeräteherstellern zusammen. Die Software-Technologie des Unternehmens ist ab Werk in die BIOS-Ebene von 600 Millionen PCs integriert und muss nur noch lizenziert werden. Weltweit nutzen Tausende Unternehmen mit 16 Millionen lizensierten PC-Usern die Software von Absolute Security. Mithilfe des Produkts ‚Absolute Security Cyber Resilience Platform‘ bewerkstelligen Kunden, dass ihre mobil und hybrid tätigen Mitarbeitenden von jedem Ort der Welt aus sicher und nahtlos miteinander verbunden sind und dass sich Geschäftsabläufe nach Cyberstörungen und -angriffen schnell wieder erholen.



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Viele CISOs neigen zur Lösegeldzahlung bei Ransomware-Angriffen

Fachliche Einordnung
Die Fachplattform B2BCS ordnet die Ergebnisse der weltweiten Studie The Ransomware Reality: Zero Days to Recover als kritische Bestandsaufnahme der Cyber-Resilienz ein. Im Sommer 2026 zeigt sich ein gefährliches Paradoxon im C-Level: Trotz schärferer regulatorischer Vorgaben ziehen 58 Prozent der CISOs eine Lösegeldzahlung in Betracht, um drohenden Betriebsausfällen zu entgehen. Die Ursache liegt nicht primär in fehlenden Budgets, sondern in fehlerhaften Endpunkt-Sicherheitsarchitekturen und dramatisch unterschätzten Wiederherstellungszeiten (*Downtimes*). Wenn der physische Zugriff auf Geräte zur Bedingung für die Wiederherstellung wird, kollabieren hybride Arbeitsmodelle im Ernstfall vollständig.


Key-Takeaways

  • Bereitschaft zur Erpressungszahlung: 58 Prozent der befragten CISOs erwägen die Zahlung von Lösegeld bei Ransomware-Attacken. Der Grund: 46 Prozent stufen schwere Betriebsausfälle als das mit Abstand größte Unternehmensrisiko ein.
  • Ausfallursache Remote-Endpunkte: 57 Prozent der Unternehmen erlebten in den letzten 12–18 Monaten Angriffe, die von mobilen oder hybriden Endgeräten ausgingen. Telemetriedaten offenbaren, dass auf 20 Prozent aller PCs kritische Sicherheitskontrollen nicht funktionsfähig sind.
  • Das Wiederherstellungs-Paradoxon: Obwohl 83 Prozent der CISOs von der Wiederherstellbarkeit ihrer Systeme überzeugt sind, benötigt die Mehrheit (57 %) bis zu sechs Tage, 20 Prozent sogar bis zu zwei Wochen. Kein einziger Befragter sah sich in der Lage, den Betrieb innerhalb von 24 Stunden vollständig aufzunehmen.
  • Analoges Wiederherstellungs-Nadelöhr: 59 Prozent der Unternehmen glauben fälschlicherweise, nach einem Vorfall physischen Zugriff auf den Endpunkt für eine Reparatur zu benötigen. Nur 53 Prozent nutzen bereits automatisierte Remote-Resilience-Werkzeuge.
  • KI-generierter Druck auf das Patch-Management: Die Nutzbarmachung fortschrittlicher LLMs durch Angreifer deckt Software-Schwachstellen schneller auf, als IT-Abteilungen patchen können. Das Patchen von Altsystemen gilt für 42 Prozent der Befragten als eine der größten Hürden.

Strategische Analyse
Wie Christy Wyatt (Präsidentin und CEO von Absolute Security) hervoretzt, geraten Unternehmen in einen teuren Teufelskreis, wenn Sicherheitsstrategien rein auf reaktiver Vermeidung basieren. In einer Bedrohungslage, in der KI-gestützte Angriffe die Entdeckung von Sicherheitslücken drastisch beschleunigen, ist eine 100-prozentige Verhinderung von Infiltrationen eine Illusion. Die tatsächliche Verwundbarkeit liegt in der operativen Starrheit: Wenn die Reparatur eines infizierten Notebooks im Homeoffice den physischen Transport in die IT-Zentrale erfordert, steigen die Ausfallkosten exponentiell – was die Erpressbarkeit der Geschäftsführung massiv erhöht. Die Kernaufgabe für Sicherheitsverantwortliche verlagert sich somit von der reinen Prävention hin zur autonomen *Cyber Resiliency* direkt auf Hardware-Ebene.


Handlungsempfehlung:
Sicherheitsverantwortliche müssen ihre Wiederherstellungskonzepte modernisieren und von physischer Wartung entkoppeln.

  • Implementierung verankerter Remote-Resilience-Mechanismen: Setzen Sie auf automatisierte, firmwarebasierte Wiederherstellungslösungen für Endgeräte. Sicherheitskontrollen (wie EDR oder Verschlüsselung) müssen sich bei Fehlfunktionen oder Sabotage selbst heilen (*Self-Healing Security*), ohne dass Techniker physischen Zugriff auf das Gerät benötigen.
  • Neubewertung der Recovery Time Objectives (RTO): Hinterfragen Sie unrealistische Wiederherstellungsannahmen. Testen Sie Vorfallsszenarien unter realistischen Bedingungen, um die exakte Ausfalldauer vom Tag Null bis zum operativen Re-Deployment von Tausenden Endgeräten präzise zu ermitteln.
  • Kopplung von Patching mit automatischer Risikoreduktion: Da KI-Tools Angriffsketten schneller bilden als Patches eingespielt werden können, muss das Schwachstellenmanagement durch isolierende Schutzmaßnahmen (Isolation, Mikrosegmentierung, Zero Trust) ergänzt werden, um die Auswirkungen von Zero-Day-Exploits bis zum Patch-Release einzudämmen.

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