Microsoft hat drei Sicherheitslücken in Defender geschlossen, die Unternehmen prüfen sollten: Betroffen sind CVE-2026-41091, CVE-2026-45584 und CVE-2026-45498. Zwei der Schwachstellen wurden laut Berichten bereits aktiv ausgenutzt, weshalb ein zügiges Prüfen der eingesetzten Defender-Versionen empfehlenswert ist.
Die Schwachstelle mit der Kennung CVE-2026-41091 ermöglicht eine lokale Rechteausweitung. Ein Angreifer mit bereits vorhandenem Zugriff kann dadurch seine Berechtigungen bis auf SYSTEM erhöhen. Die Schwachstelle wird mit CVSS 7.8 bewertet und gilt damit als hochriskant.
Zwei von drei Defender-Schwachstellen werden attackiert
Die zweite Schwachstelle gilt zwar ebenfalls nur als hochgefährlich mit einem CVSS-Wert von 8.1 (CVE-2026-45584), aber Microsoft selbst stuft sie als kritisch ein. Die Lücke betrifft eine mögliche Remote-Code-Ausführung in der Microsoft Malware Protection Engine. Sie wird als besonders kritisch eingestuft, da sie im schlimmsten Fall eine Kompromittierung aus der Ferne ermöglichen kann.
CVE-2026-45498 ist eine Denial-of-Service-Schwachstelle in der Defender Antimalware Platform. Sie kann den Schutzmechanismus beeinträchtigen oder zu Ausfällen führen. Auch wenn die Einstufung niedriger ausfällt als bei den anderen beiden Lücken, bleibt das Risiko für die Verfügbarkeit relevant.
Updates erfolgen automatisch – Admins sollten das prüfen
Microsoft hat die Schwachstellen nicht erst im regulären Patch Tuesday, sondern über außerplanmäßige Defender-Updates im Mai 2026 behoben. Für die Praxis bedeutet das: Systeme sollten auf die aktuellen Defender-Komponenten geprüft werden. Relevant sind vor allem die Versionen 1.1.26040.8 für die Malware Protection Engine und 4.18.26040.7 für die Antimalware Platform.
Microsoft Defender bleibt zwar ein zentraler Schutzbaustein, steht aber selbst unter Angriffsdruck. Bei all diesen Problemen ist es auch nicht hilfreich, wenn Microsoft mit Sicherheitsforschern streitet, wie mit Chaotic Eclipse. Denn als Antwort auf den Streit hat der Forscher auch weitere Zero Day-Lücken zum Defender veröffentlicht, wie BlueHammer (CVE-2026-33825) oder RedSun. Dieser Exploit soll eine lokale Privilege-Eskalation (LPE) nutzen, um auf gepatchten Windows 10, 11 und Servern SYSTEM-Rechte zu erlangen. Defender soll dann eine mit Cloud-Tag markierte Datei erkennen und schreibt sie wohl an den Originalort zurück. Chaotic Eclipse missbraucht dies, um Systemdateien zu überschreiben.
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