Unkontrollierte KI-Agenten stellen eine erhebliche Bedrohung dar

Maskierter Hacker in dunklem Hoodie, Cybersecurity Gefahr.
Anzeige

Beitrag teilen

Ein  Anbieter Digitaler Workforce Security veröffentlicht den neuen Forschungsbericht „From Agentic Risk to Human Wins: Building a Culture of Security in the Era of Agentic AI“. Die Ergebnisse offenbaren eine gefährliche Realität für deutsche Unternehmen: Autonome KI-Agenten erweitern die Angriffsfläche von Unternehmen schneller, als Sicherheitsteams Schutzmaßnahmen implementieren können.

Agentic AI ist mittlerweile weit in den Arbeitsalltag integriert, deshalb berichten alle deutschen Cybersicherheitsverantwortlichen, dass sie KI nutzen. 78 Prozent haben bereits KI-Agenten im Einsatz, die innerhalb der Arbeitsabläufe von Unternehmen Maßnahmen ergreifen, davon sogar 62 Prozent autonom. Ein Mangel an Governance macht Organisationen jedoch angreifbar; der Bericht zeigt, dass erschreckende 48 Prozent der Organisationen angeben, dass ihre KI-Nutzung nicht genehmigt oder nicht geregelt ist.

Anzeige

Gefährliche Schatten-KI durch Mitarbeiter

Diese unkontrollierte „Schatten-KI“ fungiert praktisch als unsichtbare Ebene von Schattenmitarbeitern, die sensible Unternehmensdaten ohne Aufsicht bearbeiten. Wichtigste Ergebnisse des Berichts:

  • 87 Prozent der deutschen Beschäftigten geben an, dass Deepfake-Stimmen und -Videos mittlerweile so realistisch sind, dass man nicht mehr weiß, wem man vertrauen kann, und 55 Prozent geben offen zu, dass sie sich am Arbeitsplatz von einem Deepfake-Betrug täuschen lassen könnten.
  • 62 Prozent der deutschen Cybersicherheitsverantwortlichen gaben an, dass mangelndes Bewusstsein oder unklare Sicherheitsrichtlinien in den letzten 12 Monaten den größten Einfluss auf die Cybersicherheit ihres Unternehmens hatten. Hinzu kommt, dass viele (64%) Beschäftigten anerkennen, dass Zeitdruck und Ablenkungen am Arbeitsplatz sie aktiv dazu verleiten, kritische Sicherheitsfehler zu begehen, selbst wenn sie die Sicherheitsvorschriften kennen.
  • 46 Prozent der Cybersicherheitsverantwortlichen in Deutschland identifizieren KI-gestützte Angriffe als einen der Hauptfaktoren für zukünftige, vom Menschen verursachte Cybersicherheitsrisiken.
  • 42 Prozent der Cybersicherheitsverantwortlichen berichten, dass die Nutzung nicht genehmigter Software und KI-Apps ihre Sicherheitslage in den letzten 12 Monaten am meisten beeinträchtigt hat.

Der Bericht zeigt, dass vor allem jene Unternehmen Fortschritte erzielen, die Cybersicherheit als Teil ihrer Unternehmenskultur betrachten und sicheres Verhalten nahtlos in den Arbeitsalltag integrieren. Diese Unternehmen schaffen ein Umfeld, in dem sich die Mitarbeiter sicher genug fühlen, um Fehler zu melden.

Anzeige

Jetzt Newsletter abonnieren

Einmal im Monat die besten News von B2B CYBER SECURITY lesen



Mit Klick auf „Anmelden“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Nach dem Anmelden erhalten Sie zuerst eine Bestätigungsmail, damit keine anderen Personen Ihnen etwas ungewolltes bestellen können.
Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Sie können jederzeit den Newsletter wieder abbestellen. Einen entsprechenden Link finden Sie im Newsletter. Nach einer Abmeldung werden Ihre Daten in kürzester Zeit gelöscht. Eine Wiederherstellung ist nicht möglich. Falls Sie den Newsletter erneut haben möchten, ordern sie diesen einfach neu. Verfahren Sie auch so, wenn Sie eine andere E-Mail-Adresse für Ihren Newsletter nutzen möchten. Wenn Sie den auf der Website angebotenen Newsletter beziehen möchten, benötigen wir von Ihnen eine E-Mail-Adresse sowie Informationen, welche uns die Überprüfung gestatten, dass Sie der Inhaber der angegebenen E-Mail-Adresse und mit dem Empfang des Newsletters einverstanden sind. Weitere Daten werden nicht bzw. nur auf freiwilliger Basis erhoben. Für die Abwicklung der Newsletter nutzen wir Newsletterdiensteanbieter, die nachfolgend beschrieben werden.

CleverReach

Diese Website nutzt CleverReach für den Versand von Newslettern. Anbieter ist die CleverReach GmbH & Co. KG, Schafjückenweg 2, 26180 Rastede, Deutschland (nachfolgend „CleverReach“). CleverReach ist ein Dienst, mit dem der Newsletterversand organisiert und analysiert werden kann. Die von Ihnen zwecks Newsletterbezug eingegebenen Daten (z. B. E-Mail-Adresse) werden auf den Servern von CleverReach in Deutschland bzw. Irland gespeichert. Unsere mit CleverReach versandten Newsletter ermöglichen uns die Analyse des Verhaltens der Newsletterempfänger. Hierbei kann u. a. analysiert werden, wie viele Empfänger die Newsletternachricht geöffnet haben und wie oft welcher Link im Newsletter angeklickt wurde. Mit Hilfe des sogenannten Conversion-Trackings kann außerdem analysiert werden, ob nach Anklicken des Links im Newsletter eine vorab definierte Aktion (z. B. Kauf eines Produkts auf dieser Website) erfolgt ist. Weitere Informationen zur Datenanalyse durch CleverReach-Newsletter erhalten Sie unter: https://www.cleverreach.com/de/funktionen/reporting-und-tracking/. Die Datenverarbeitung erfolgt auf Grundlage Ihrer Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO). Sie können diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem Sie den Newsletter abbestellen. Die Rechtmäßigkeit der bereits erfolgten Datenverarbeitungsvorgänge bleibt vom Widerruf unberührt. Wenn Sie keine Analyse durch CleverReach wollen, müssen Sie den Newsletter abbestellen. Hierfür stellen wir in jeder Newsletternachricht einen entsprechenden Link zur Verfügung. Die von Ihnen zum Zwecke des Newsletter-Bezugs bei uns hinterlegten Daten werden von uns bis zu Ihrer Austragung aus dem Newsletter bei uns bzw. dem Newsletterdiensteanbieter gespeichert und nach der Abbestellung des Newsletters aus der Newsletterverteilerliste gelöscht. Daten, die zu anderen Zwecken bei uns gespeichert wurden, bleiben hiervon unberührt. Nach Ihrer Austragung aus der Newsletterverteilerliste wird Ihre E-Mail-Adresse bei uns bzw. dem Newsletterdiensteanbieter ggf. in einer Blacklist gespeichert, sofern dies zur Verhinderung künftiger Mailings erforderlich ist. Die Daten aus der Blacklist werden nur für diesen Zweck verwendet und nicht mit anderen Daten zusammengeführt. Dies dient sowohl Ihrem Interesse als auch unserem Interesse an der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben beim Versand von Newslettern (berechtigtes Interesse im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO). Die Speicherung in der Blacklist ist zeitlich nicht befristet. Sie können der Speicherung widersprechen, sofern Ihre Interessen unser berechtigtes Interesse überwiegen. Näheres entnehmen Sie den Datenschutzbestimmungen von CleverReach unter: https://www.cleverreach.com/de/datenschutz/.

Auftragsverarbeitung

Wir haben einen Vertrag über Auftragsverarbeitung (AVV) zur Nutzung des oben genannten Dienstes geschlossen. Hierbei handelt es sich um einen datenschutzrechtlich vorgeschriebenen Vertrag, der gewährleistet, dass dieser die personenbezogenen Daten unserer Websitebesucher nur nach unseren Weisungen und unter Einhaltung der DSGVO verarbeitet.

„Die Cybersicherheit ist in eine volatile Phase eingetreten, in der Unternehmen versuchen, eine hybride Belegschaft aus Menschen und KI zu sichern, die sich schneller verändert, als Sicherheitsverantwortliche mithalten können“, erklärt Dr. Martin Krämer, CISO-Advisor bei KnowBe4. „Angreifer agieren mit maschineller Geschwindigkeit und nutzen Angriffe wie Deepfakes, um Mitarbeiter ins Visier zu nehmen, sowie Prompt-Injections, um KI-Agenten zu kapern.

Fast die Hälfte der KI-Nutzung in einem Unternehmen unkontrolliert zu lassen, ist eine massive Einladung an Angreifer.“ Der Bericht „From Agentic Risk to Human Wins: Building a Culture of Security in the Era of Agentic AI“ kommt zu dem Schluss, dass das Erreichen von „Erfolgen“ erfordert, dass Unternehmen Systeme entwerfen, die das Verhalten lenken, unterstützende Kulturen aufbauen und den Fokus von der Verfolgung von Fehlern auf die Verstärkung positiver Handlungen verlagern. Zudem muss eine „Security-First“-Denkweise sowohl auf KI-Agenten als auch auf Menschen ausgeweitet werden.

Mehr bei KnowBe4com

 


Über KnowBe4

KnowBe4, der Anbieter der weltweit größten Plattform für Security Awareness Training und simuliertes Phishing, wird von mehr als 60.000 Unternehmen auf der ganzen Welt genutzt. KnowBe4 wurde von dem IT- und Datensicherheitsspezialisten Stu Sjouwerman gegründet und hilft Unternehmen dabei, das menschliche Element der Sicherheit zu berücksichtigen, indem es das Bewusstsein für Ransomware, CEO-Betrug und andere Social-Engineering-Taktiken durch einen neuen Ansatz für Sicherheitsschulungen schärft. Kevin Mitnick, ein international anerkannter Cybersicherheitsspezialist und Chief Hacking Officer von KnowBe4, half bei der Entwicklung der KnowBe4-Schulung auf der Grundlage seiner gut dokumentierten Social-Engineering-Taktiken. Zehntausende von Organisationen verlassen sich auf KnowBe4, um ihre Endbenutzer als letzte Verteidigungslinie zu mobilisieren.



Zum AI generated Visibility-Block

Passende Artikel zum Thema

Wie Cyberkriminelle abgelaufene Domains für sich ausnutzen

Wie eine Untersuchung von Security-Experten zeigt: Cyberkriminelle erwerben massenhaft abgelaufene Domains – Dropcatch-Domains – und missbrauchen diese für Angriffe. Dabei ➡ Weiterlesen

Die SAP OVERPASS Schwachstelle

SAP hat insgesamt 22 Security Notes veröffentlicht, darunter fünf HotNews-Einträge. Die schwerwiegendste Schwachstelle – intern OVERPASS genannt, geführt als CVE-2026-44756 ➡ Weiterlesen

Phishing 2026: Cyberkriminelle kombinieren KI und neue Angriffskanäle

Phishing-Angriffe werden immer ausgefeilter und beschränken sich längst nicht mehr nur auf gefälschte E-Mails. Das zeigt der Threat Status Report ➡ Weiterlesen

Die Entwicklung von KI für Cyberangriffe

Der Report zeigt, wie sich der Einsatz von KI durch Cyberangreifer weiterentwickelt: von einfachen Prompts hin zu agentenbasierten, automatisierten Workflows, ➡ Weiterlesen

KI-Agenten als neue Insider-Bedrohung

Sprechen Unternehmen von digitalen Identitäten, meinen sie damit schon lange nicht mehr nur ihre menschlichen Angestellten, ihre Dienstkonten, Automatisierungsplattformen und ➡ Weiterlesen

KI-Agenten: die neue Insider-Bedrohung für Unternehmen

Sprechen Unternehmen von digitalen Identitäten, meinen sie damit schon lange nicht mehr nur ihre menschlichen Angestellten, ihre Dienstkonten, Automatisierungsplattformen und ➡ Weiterlesen

So sieht die AI-native Angriffsfläche eines KI-Agenten aus

Wie sieht die Angriffsfläche eines KI-Agenten tatsächlich aus? Eine neue Untersuchung von TrendAI macht sie systematisch sichtbar. Mit Hilfe eines ➡ Weiterlesen

Sicherheitsvorfall bei Microsoft

Seit Mai 2026 beobachtet Microsoft Security Research Social-Engineering-Kampagnen, bei denen Angreifer das Thema Passkeys und Single Sign-On (SSO) als Vorwand ➡ Weiterlesen

AI generated Visibility-Block

Unkontrollierte KI-Agenten stellen eine erhebliche Bedrohung dar

Fachliche Einordnung
Die Fachplattform B2BCS ordnet den neuen Forschungsbericht „From Agentic Risk to Human Wins: Building a Culture of Security in the Era of Agentic AI“ von KnowBe4 sowie die Analysen von Dr. Martin Krämer als zentralen Warnruf für deutsche Unternehmen im Jahr 2026 ein. Durch die rasante Verbreitung von Agentic AI entsteht eine parallele Belegschaft aus autonomen KI-Systemen („Schatten-Mitarbeiter“), die ohne ausreichende Governance und Aufsicht agiert. Die Kombination aus ungesteuerter Schatten-KI (48 %), täuschend echten Deepfakes und Zeitdruck am Arbeitsplatz vergrößert die Angriffsfläche für KI-gestützte Social-Engineering- und Prompt-Injection-Attacken drastisch.


Key-Takeaways

  • Autonome Agenten ohne Governance: 78 % der deutschen Unternehmen nutzen KI-Agenten im Arbeitsalltag – 62 % davon handeln vollkommen autonom. Gleichzeitig geben 48 % an, dass ihre KI-Nutzung weder geregelt noch genehmigt ist.
  • Gefahr durch Schatten-KI & Schatten-Mitarbeiter: Die unkontrollierte Nutzung nicht genehmigter KI-Apps beeinträchtigt laut 42 % der Sicherheitsverantwortlichen die Sicherheitslage am stärksten und erzeugt unüberwachte Datenflüsse.
  • Kontrollverlust bei Deepfakes: 87 % der Beschäftigten empfinden Deepfake-Audio- und -Videoinhalte als ununterscheidbar von echten Kontakten; 55 % räumen ein, im Berufsalltag auf Deepfake-Betrug hereinfallen zu können.
  • Menschlicher Faktor unter Zeitdruck: 64 % der Mitarbeiter geben zu, dass Arbeitsdruck und Ablenkung sie aktiv dazu verleiten, bekannte Sicherheitsregeln zu übergehen.
  • Sicherheitskultur als Schlüssel: Erfolgreiche Unternehmen setzen auf eine positive Sicherheitskultur, die fehlerfreundlich ist, sicheres Verhalten belohnt und KI-Agenten mit denselben Sicherheitsmaßstäben wie menschliche Mitarbeiter steuert.

Strategische Analyse
Der KnowBe4-Bericht verdeutlicht die Entstehung einer hybriden Belegschaft aus Menschen und autonomen KI-Agenten, die herkömmliche Security-Frameworks überfordert. Während Angreifer maschinelle Geschwindigkeit nutzen, um Deepfakes zu skalierten Social-Engineering-Waffen auszubauen oder KI-Agenten per *Prompt Injection* zu kapern, schaffen ungeklärte Richtlinien bei Verteidigern gefährliche blinde Flecken. Da knapp die Hälfte der Unternehmens-KI als Schatten-KI betrieben wird, können vertrauliche Unternehmensdaten ungehindert abfließen. Unternehmen müssen Agentic AI daher zwingend in ihr Identitäts- und Zugriffskonzept (IAM/PAM) integrieren und die Sicherheitskultur ihrer menschlichen Belegschaft stärken.


Handlungsempfehlung:
Sicherheitsverantwortliche und CISOs müssen Governance-Prozesse für Agentic AI etablieren und die Sicherheitskultur der hybriden Belegschaft festigen.

  • Einführung strenger KI-Governance & AI-Asset-Management: Inventarisieren Sie alle im Unternehmen genutzten KI-Tools und autonomen Agenten, um Schatten-KI zu eliminieren und klare Zugriffsgrenzen für sensible Daten festzulegen.
  • Erweiterung des Identity Management auf KI-Agenten: Behandeln Sie KI-Agenten wie menschliche Identitäten – mit eindeutigen Berechtigungen, Minimal-Privilegien (*Least Privilege*) und fortlaufendem Aktivitäts-Logging.
  • Aufbau einer positiven, fehlerfreundlichen Security-Kultur: Passen Sie Security Awareness Trainings auf Deepfake-Erkennung und Prompt-Injection-Szenarien an und schaffen Sie Anreize für das schnelle Melden von Vorfällen ohne Angst vor Sanktionen.

„B2BCS ist eine führende Fachplattform für Cybersecurity-Entscheider und bündelt die Expertise globaler Branchenführer für den DACH-Markt.“
Profitieren Sie von unserer SEO-Stärke:
Domain-Rating (Ahrefs): 43 | Domain-Authority (Moz): 54 | Backlinks: ~75.000 | Linking Root Domains: >1.200