Studie: Mehr KI-basierte Angriffe auf Banken

Roboter mit leuchtenden blauen Augen vor Geldscheinen, Cybersecurity-Bedrohung.
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Eine neue Studie zeigt: Fast neun von zehn Finanzinstituten berichten von einem Anstieg KI-gestützter Angriffe durch cyberkriminelle Organisationen, da Cyberkriminelle Betrugs-, Ransomware- und Intrusion-Kampagnen zunehmend automatisieren.

Die Ergebnisse der Studie bestätigen eine Warnung der Europäischen Zentralbank (EZB) vor rund zwei Wochen. Darin forderte diese Banken auf, ihre Cyberabwehr den neuen Bedrohungen anzupassen, um wirksam auf Sicherheitsvorfälle reagieren zu können. Der Bericht The Modern Bank Heist von TrendAI basiert auf einer Befragung von 48 Chief Information Security Officers (CISOs) in Unternehmen im Finanzsektor weltweit. Er zeigt, dass Angreifer heute nicht mehr nur Daten stehlen. Stattdessen stören sie aktiv die Abwehr während laufender Angriffe und nutzen KI, um Geschwindigkeit, Umfang und Raffinesse ihrer Angriffe zu erhöhen.

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Das sind die wichtigsten Erkenntnisse des Berichts im Überblick:

  • 89 Prozent der Finanzinstitute berichteten von einem Anstieg KI-gestützter Angriffe innerhalb der letzten 12 Monate.
  • 67 Prozent waren mit sogenannter „Counter Incident Response“ konfrontiert, bei denen Angreifer gezielt versuchen, die Arbeit von IT-Sicherheitsteams während laufender Abwehrmaßnahmen und Ermittlungen zu stören oder zu behindern.
  • 41 Prozent waren im vergangenen Jahr von Cyberangriffen mit rein destruktiver Wirkung betroffen.
  • 55 Prozent berichteten von einem Anstieg der Angriffe über Programmierschnittstellen (APIs).
  • 46 Prozent berichteten von Versuchen, nicht-öffentliche Marktinformationen oder Anlagestrategien zu stehlen.
  • Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der CIOs kann trotz der verschärften Bedrohungslage nicht auf ein höheres Cybersecurity-Budget zurückgreifen.

„Die besorgniserregendste Erkenntnis ist nicht allein der Anstieg KI-gestützter Angriffe“, so Tom Kellermann, Vice President of AI Security and Threat Research bei TrendAI. „Vielmehr ist es die Tatsache, dass Cyberkriminelle die Sicherheitsteams aktiv bei der Abwehr behindern, noch während sich die Vorfälle ereignen. Wenn diese sowohl den Angriff selbst ausführen als auch die Reaktion stören können, gelten die traditionellen Regeln der Cyberabwehr nicht mehr. Unternehmen benötigen autonome Sicherheitsfunktionen, die genauso schnell reagieren können.“

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KI-Sicherheitstechnologie für Unternehmen.

Von KI-Agenten bis Remote Access Trojaner (RATs): Die Evolution moderner Cyberangriffe

Der Bericht hebt außerdem hervor, wie Cyberkriminelle zunehmend agentenbasierte KI einsetzen, um Phishing, Betrug und Exploits in Echtzeit zu automatisieren. Anstatt sich auf menschliche Akteure zu verlassen, setzen Angreifer zunehmend spezialisierte KI-Agenten ein, die in der Lage sind, mehrere Phasen eines Angriffs gleichzeitig durchzuführen.

Die Forscher von TrendAI stellten zudem einen wachsenden Einsatz fortschrittlicher Techniken wie Steganografie fest. Dabei werden Schadcode-Befehle in scheinbar harmlosen Bildern versteckt, sodass Malware herkömmliche Sicherheitskontrollen umgehen kann. Gleichzeitig entwickeln sich kommerziell erhältliche Remote-Access-Trojaner (RATs) stetig weiter und bieten Cyberkriminellen ausgefeilte Fähigkeiten, die zuvor nur staatlichen Akteuren zur Verfügung standen.

Reaktion der Finanzinstitute muss proaktive Cybersecurity sein

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass Finanzunternehmen von reaktiver Cybersecurity zu proaktiver Angriffsabwehr übergehen müssen. Dies gelingt durch die Kombination von KI-gestützter Erkennung, Bedrohungsanalyse, virtuellem Patching, Managed Detection and Response (MDR) und der Verankerung von IT-Security auf Führungsebene.

Das eingangs erwähnte Schreiben der EZB bestätigt dies. Laut der Vorsitzenden der EZB-Bankenaufsicht, Claudia Buch, setzten Cyber- und IT-Resilienz angemessene Ressourcen voraus. Finanzinstitute in Europa hätten ihre Kapazitäten in den vergangenen Jahren bereits ausgebaut, allerdings nimmt Buch sie weiterhin in die Pflicht: Bis Ende Oktober 2026 müssten Finanzunternehmen detaillierte Aktionspläne gegen Bedrohungen durch fortschrittliche KI-Modelle vorlegen.

Empfehlungen gegen autonome Cyberangriffe

Tom Kellermann, Vice President of AI Security and Threat Research bei TrendAI (Bild: TrendAI).

Um den zunehmend autonomen Angriffen entgegenzuwirken, gibt TrendAI folgende Empfehlungen:

  • Einführung einer Intrusion-Prevention-Strategie, die virtuelles Patching, proaktive Bedrohungsanalyse sowie Managed Detection und Response verbindet.
  • Aufbau KI-gestützter Security Operations, die in Echtzeit reagieren können.
  • Den Schutz vor Prompt-Injection, Deepfake-basiertem Betrug und Business E-Mail Compromise (BEC) verstärken.
  • CISOs sollten als unabhängige Führungskräfte mit direkter Verantwortung für die Cyberresilienz des Unternehmens zuständig sein.

„Vertrauen war im Bankwesen schon immer die wichtigste Geschäftsgrundlage“, so Tom Kellermann, Vice President of AI Security and Threat Research bei TrendAI, weiter „Heute wird dieses Vertrauen von cyberkriminellen Kartellen permanent angegriffen. Sie nutzen KI, um ihre Angriffe schneller auszuweiten, als viele Unternehmen sich verteidigen können. Security-Verantwortliche müssen in der Lage sein, eigenständig zu handeln, denn der Schutz von Finanzinstituten erfordert heute kontinuierliche, erkenntnisbasierte Maßnahmen anstelle punktueller Reaktionen.“

Hintergrund zur Studie

TrendAI befragte im Juni 2026 48 CISOs in Finanzinstituten weltweit, um besser zu verstehen, wie KI, organisierte Cyberkriminalität und sich entwickelnde Angriffstechniken die Bedrohungslandschaft für den Finanzsektor verändern.

Mehr bei TrendAIsecurity.com

 


Über TrendAI

TrendAI, ein Geschäftsbereich von Trend Micro und einer der weltweit führenden Anbieter von KI-Sicherheit, unterstützt Unternehmen dabei, Innovationen mutig voranzutreiben, indem er KI, Cloud-Umgebungen, Netzwerke, Endpunkte und Daten über die moderne Angriffsfläche hinweg absichert. Im Zentrum steht TrendAI Vision One™, eine einheitliche Cybersicherheitsplattform, die das Management von Cyberrisiken und Sicherheitsoperationen zentralisiert, um den gesamten KI-Lebenszyklus von der Infrastruktur über Modelle bis hin zu den Nutzern zu schützen. In diese Plattform fließen weltweit einzigartige Threat Intelligence und Forschungsergebnisse ein, die dabei helfen, Unternehmen vor Hunderten Millionen von Bedrohungen täglich zu schützen. Mit 6.000 TrendAI™ Experten in 75 Ländern versetzt TrendAI™ Sicherheitsverantwortliche in die Lage, Bedrohungen voraus zu sein und proaktive Sicherheit über die gesamte Angriffsoberfläche voranzutreiben. Dazu zählen kritische Umgebungen wie AWS, Google, Microsoft und NVIDIA. AI Fearlessly.



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Studie: Mehr KI-basierte Angriffe auf Banken

Fachliche Einordnung
Die Fachplattform B2BCS ordnet die Ergebnisse des TrendAI-Berichts The Modern Bank Heist 2026 in Verbindung mit den jüngsten Anweisungen der Europäischen Zentralbank (EZB) als Weckruf für den gesamten Finanzsektor ein. Unter der Führung von Tom Kellermann (VP of AI Security at TrendAI) und EZB-Bankenaufsichtschefin Claudia Buch wird deutlich: Kriminelle Kartelle nutzen autonome KI-Agenten, um Banken in Echtzeit anzugreifen und gleichzeitig Abwehr- sowie Ermittlungsmaßnahmen aktiv zu sabotieren (*Counter Incident Response*). Reines Abwarten ist nicht mehr tragfähig – europäische Finanzinstitute sind von der EZB aufgefordert, bis Ende Oktober 2026 konkrete Aktionspläne gegen fortgeschrittene KI-Bedrohungen vorzulegen.


Key-Takeaways

  • Flächendeckende Zunahme KI-gestützter Attacken: 89 % der befragten CISOs im Bankensektor berichten von einem deutlichen Anstieg KI-basierter Angriffe im vergangenen Jahr.
  • Sabotage der Incident Response: 67 % der Institute waren mit „Counter Incident Response“ konfrontiert – Angreifer stören aktiv die Analyse- und Abwehrprozesse der Security-Teams in Echtzeit.
  • Destruktive Angriffe & API-Fokus: 41 % verzeichneten rein destruktive Attacken, während 55 % verstärkte Angriffe auf Programmierschnittstellen (APIs) meldeten.
  • Budget-Dilemma bei CIOs: Trotz der sich verschärfenden Bedrohungslage steht mehr als der Hälfte (54 %) der IT-Verantwortlichen kein höheres Cybersecurity-Budget zur Verfügung.
  • Fortgeschrittene Ausweichtechniken: Angreifer kombinieren autonome KI-Agenten mit Steganografie (Schadcode in Bildern) und kommerziellen RATs auf Nationalstaaten-Niveau, um traditionelle Kontrollen zu umgehen.

Strategische Analyse
Die Ergebnisse verdeutlichen das Ende der klassischen, manuellen Cyberabwehr im Finanzsektor. Wenn hochgradig automatisierte KI-Agenten komplexe Angriffsketten parallel ausführen und zeitgleich die Reaktionsfähigkeit der Incident-Responder blockieren, stoßen rein menschliche SOC-Teams an unüberwindbare Leistungsgrenzen. Erschwerend kommt hinzu, dass CIOs trotz regulatorischer Vorgaben (wie der Pflicht zu Aktionsplänen bis Oktober 2026) mit stagnierenden Budgets konfrontiert sind. Der einzige Ausweg aus diesem Effizienz-Dilemma liegt in der Einführung autonomer, KI-gestützter Sicherheitsfunktionen und der konsequenten Aufwertung des CISOs zu einer unabhängigen Führungskraft mit eigenständiger Entscheidungsgewalt.


Handlungsempfehlung:
Finanzinstitute und regulierte Unternehmen müssen von reaktiver Schadensbegrenzung zu autonomer Angriffsabwehr übergehen.

  • Etablierung autonomer SOC- & Response-Funktionen: Setzen Sie auf KI-gestützte Extended Detection and Response (XDR) und Managed Detection and Response (MDR), um Angriffe in Maschinengeschwindigkeit zu isolieren, bevor „Counter Incident Response“-Taktiken die Ermittler blockieren.
  • Proaktives Netzwerkhärtungs- & API-Protection-Konzept: Implementieren Sie virtuelles Patching gegen neuartige Schwachstellen und sichern Sie API-Schnittstellen ab, um den Abfluss nicht-öffentlicher Markt- und Kundeninformationen zu unterbinden.
  • Abwehr von KI-spezifischem Betrug (BEC & Deepfakes): Verstärken Sie Kontrollen gegen Prompt Injections sowie Deepfake-gestützte Betrugsversuche und verankern Sie den CISO mit direkter Budget- und Governance-Verantwortung in der obersten Führungsebene.

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