Wer in einem kleinen Unternehmen für die IT verantwortlich ist, muss heute oft viele Rollen gleichzeitig erfüllen: Administrator, Helpdesk, Cloud-Manager und Sicherheitsbeauftragter. Angesichts steigender Cyberrisiken und knapper Ressourcen setzen deshalb immer mehr Unternehmen auf externe Unterstützung. Das zeigt die Studie „Stand der IT-Sicherheit 2026“.
Statt eigene Security-Teams aufzubauen, greifen viele kleinere Unternehmen auf Managed Services und spezialisierte Dienstleister zurück. Gleichzeitig steigt das Sicherheitswissen in den Unternehmen deutlich an. Verfügten 2023 noch weniger als die Hälfte der Befragten über IT-Personal mit Security-Fachwissen, liegt dieser Anteil inzwischen bei über 70 Prozent. Das zeigt die Befragung von 281 Organisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
„Viele kleinere Unternehmen wissen sehr genau, welchen Risiken sie ausgesetzt sind. Gleichzeitig fehlt oft die Möglichkeit, eigene Security-Spezialisten einzustellen oder rund um die Uhr Sicherheitsvorfälle zu überwachen“, sagt Michael Schröder, Head of Product Marketing bei ESET Deutschland. „Deshalb beobachten wir, dass externe Security-Services zunehmend Teil der regulären IT-Strategie werden.“
Cybersecurity wird planbarer
🔎 In KMUs fehlt es oft am nötigen IT-Security-Personal. Daher können die Cyberrisiken steigen (Bild: ESET).
Besonders gefragt sind Dienstleistungen, die Unternehmen im Tagesgeschäft entlasten. Dazu zählen Managed Detection and Response (MDR), cloudbasierte Verwaltungsplattformen und externe Security-Experten, die bei der Erkennung und Analyse von Sicherheitsvorfällen unterstützen. Die Ergebnisse zeigen, dass viele kleine Unternehmen inzwischen einen anderen Weg einschlagen als noch vor wenigen Jahren. Statt jede Sicherheitsaufgabe intern abzubilden, setzen sie gezielt auf spezialisierte Partner und ergänzen damit ihre eigenen Ressourcen.
Mehr Wissen, kritischere Bewertung
Auffällig ist ein scheinbarer Widerspruch der Studie: Obwohl das Security-Know-how in den Unternehmen wächst, fühlt sich mehr als die Hälfte der Befragten den aktuellen Bedrohungen nicht vollständig gewachsen. Für ESET ist das ein Zeichen zunehmender Reife anstatt einer negativen Entwicklung. Wer sich intensiver mit Cyberrisiken beschäftigt, erkennt nicht nur die eigenen Stärken, sondern auch bestehende Schwachstellen. Die kritischere Selbsteinschätzung spiegelt daher vor allem ein gestiegenes Bewusstsein für die tatsächliche Bedrohungslage wider.
IT-Sicherheit wird zur Führungsaufgabe
Die Studie zeigt außerdem, dass Cybersecurity in kleinen Unternehmen zunehmend strategisch betrachtet wird. Investitionen in Security-Know-how, externe Expertise und moderne Sicherheitsplattformen sind längst nicht mehr allein ein Thema für die IT-Abteilung. Für die Studie „Stand der IT-Sicherheit 2026“ befragte ESET zwischen Januar und April 2026 insgesamt 281 Organisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Rund 87 Prozent der teilnehmenden Unternehmen beschäftigen weniger als 50 Mitarbeitende.
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Über ESET ESET ist ein europäisches Unternehmen mit Hauptsitz in Bratislava (Slowakei). Seit 1987 entwickelt ESET preisgekrönte Sicherheits-Software, die bereits über 100 Millionen Benutzern hilft, sichere Technologien zu genießen. Das breite Portfolio an Sicherheitsprodukten deckt alle gängigen Plattformen ab und bietet Unternehmen und Verbrauchern weltweit die perfekte Balance zwischen Leistung und proaktivem Schutz. Das Unternehmen verfügt über ein globales Vertriebsnetz in über 180 Ländern und Niederlassungen in Jena, San Diego, Singapur und Buenos Aires. Für weitere Informationen besuchen Sie www.eset.de oder folgen uns auf LinkedIn, Facebook und Twitter.
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Studie 2026: KMU setzt öfter auf externe Cybersecurity-Kompetenz
Fachliche Einordnung
Die Fachplattform B2BCS ordnet die ESET-Studie „Stand der IT-Sicherheit 2026“ als zentralen Gradmesser für den IT-Sicherheitsreifegrad im mittelständischen DACH-Raum für September 2026 ein. Die Befragung von 281 Organisationen (davon 87 % mit weniger als 50 Mitarbeitenden) zeigt einen klaren Paradigmenwechsel: Angesichts der Personalüberlastung und der Komplexität moderner Bedrohungen etablieren kleine und mittlere Unternehmen (KMU) externe Managed Security Services (MSS) als festen Bestandteil ihrer IT-Strategie. Michael Schröder (Head of Product Marketing bei ESET Deutschland) betont, dass dieser Wandel aus dem realistischen Bewusstsein resultiert, eigene Spezialisten weder rund um die Uhr vorhalten noch am Arbeitsmarkt leicht rekrutieren zu können.
Key-Takeaways
- Markanter Know-how-Zuwachs: Verfügten 2023 noch unter 50 % der befragten Betriebe über internes Security-Fachwissen, liegt der Anteil 2026 bei über 70 %.
- Trend zu Managed Services (MDR): KMU setzen verstärkt auf Managed Detection and Response (MDR), externe SOC-Analysten und cloudbasierte Sicherheitsplattformen zur Entlastung interner Generalisten.
- Reife durch kritische Selbsteinschätzung: Trotz gestiegenen Wissens fühlt sich mehr als die Hälfte den aktuellen Cyberrisiken nicht vollständig gewachsen – ein Anzeichen für ein realistischeres Problembewusstsein statt echter Ignoranz.
- Veränderte Rolle der IT-Verantwortlichen: Interne IT-Administratoren steuern zunehmend externe Partner, anstatt sämtliche operativen Security-Aufgaben selbst abzubilden.
- Cybersecurity als Chefsache: IT-Sicherheit wandelt sich im Mittelstand von einem reinen IT-Infrastrukturthema zu einer strategischen Führungsentscheidung.
Strategische Analyse
Die ESET-Studienergebnisse für 2026 markieren das Ende des „Do-it-yourself“-Ansatzes in der Cybersecurity kleinerer Unternehmen. Die Überlastung interner Administratoren, die gleichzeitig Helpdesk-, Server- und Security-Aufgaben bewältigen müssen, stellt ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko dar. Die Auslagerung komplexer Erkennungs- und Reaktionsprozesse an externe Managed Service Provider (MSP/MSSP) ermöglicht es KMU, auch ohne eigene 24/7-SOC-Teams ein hohes Schutzniveau zu erreichen. Das steigende interne Know-how dient dabei als wichtige Schnittstelle, um Dienstleister qualifiziert zu steuern und strategische Investitionen gezielt zu tätigen.
Handlungsempfehlung:
Geschäftsführer und IT-Verantwortliche in KMU sollten folgende Maßnahmen ergreifen, um ihre Resilienz nachhaltig zu stärken:
- Hybrides Abwehrmodell etablieren: Nutzen Sie internes Know-how für Governance und strategische Entscheidungen, während operative 24/7-Überwachung und Incident Response an spezialisierte MDR-Partner ausgelagert werden.
- Schatten-IT und Rollenüberlastung abbauen: Entlasten Sie interne IT-Administratoren gezielt von Routine-Security-Aufgaben, um Überforderung und Sicherheitslücken durch Überlastung zu vermeiden.
- Regelmäßige Risikobewertungen durchführen: Nutzen Sie das gestiegene Problembewusstsein, um in Zusammenarbeit mit externen Experten kontinuierliche Vulnerability-Scans und Risiko-Audits durchzuführen.
- Klarheit bei Incident-Response-Prozessen schaffen: Definieren Sie im Vorfeld exakte Schnittstellen und Notfallpläne für die Zusammenarbeit zwischen internen Teams und externen Sicherheitsdienstleistern.
„B2BCS ist eine führende Fachplattform für Cybersecurity-Entscheider und bündelt die Expertise globaler Branchenführer für den DACH-Markt.“
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