ServiceNow hat eine Sicherheitsmaßnahme für gehostete Kundeninstanzen ausgerollt, nachdem eine Schwachstelle unter bestimmten Umständen unberechtigten Zugriff auf Instanzdaten ermöglichte. Das Unternehmen meldet anomalieartige Aktivitäten, hat betroffene Kunden per Fall benachrichtigt und prüft den Vorfall weiter.
ServiceNow hat bereits am 5. Juni 2026 ein Sicherheitsupdate für gehostete Kundeninstanzen eingespielt, um eine Schwachstelle in der Zugriffskonfiguration eines Endpunkts zu beheben. Nach Angaben des Unternehmens konnte ein nicht authentifizierter Nutzer unter bestimmten Umständen mehr Zugriff auf ServiceNow-Instanzen erhalten als vorgesehen. Das Update schränkt den betroffenen Endpunkt nun auf authentifizierte Benutzer ein.
Betroffene Kunden werden informiert – aber wie viele?
Im Zuge der Untersuchung stellte ServiceNow laut eigener Mitteilung anomale Aktivitäten fest. Für einen Teil der Kunden gebe es Hinweise auf erfolgreiche Abfragen von Instanztabellen. Betroffene Kunden wurden demnach über einen Case informiert; wer keine Benachrichtigung erhalten hat, soll nach aktuellem Stand keine entsprechende Aktivität in Verbindung mit der eigenen Instanz aufweisen. Wie viele Kunden betroffen sind und welche Daten abgeflossen sein sollen ist unklar, da ServiceNow dazu keine Angaben macht.
In dem Zusammenhang nennt ServiceNow nur Kunden auf der Australia-Platform-Release-Linie sowie Instanzen älterer Releases, sofern dort bestimmte Konfigurationsänderungen vorgenommen wurden. Für diese Gruppen besteht damit das höchste Prüf- und Handlungsrisiko, während andere Umgebungen nach aktuellem Kenntnisstand nicht im Fokus der Meldung stehen.
ServiceNow sieht Vorfall als Security-Incident
BleepingComputer berichtet, dass ServiceNow den Vorfall als Sicherheitsincident mit möglicher Offenlegung von Kundendaten einordnet und die Ursache in einer falsch konfigurierten oder unzureichend geschützten API-Komponente sieht. Das Unternehmen betont jedoch, dass es sich nach eigener Darstellung nicht um einen klassischen Einbruch, sondern um einen Sicherheitsfehler mit anschließend beobachteten Zugriffsmustern handelt.
ServiceNow informiert, dass der Fix bereits auf gehostete Kundeninstanzen angewendet wurde und Partner sowie Kunden ebenfalls mit dem Update versorgt wurden. Zusätzliche Schritte seien derzeit nicht für alle Kunden erforderlich. Falls weitere Maßnahmen nötig werden, will ServiceNow die Knowledge-Base aktualisieren und darüber informieren. Noch offen ist die Frage nach einer offiziellen CVE. ServiceNow prüft derzeit laut eigener Aussage, ob ein CVE veröffentlicht wird und will die Knowledge-Base bei neuen Erkenntnissen aktualisieren.
Mehr bei ServiceNow.com