Schwachstelle in Microsoft-GitHub-Repository

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Sicherheitsforscher haben eine kritische Schwachstelle (CVSSv4 9,3) in einem Microsoft-GitHub-Repository entdeckt, die Remote Code Execution (RCE) sowie unautorisierten Zugriff auf Repository-Secrets ermöglicht. Die Entdeckung unterstreicht, dass CI/CD-Infrastrukturen ein zentraler Bestandteil moderner Angriffsflächen sind.

Die Schwachstelle betrifft einen verwundbaren GitHub-Workflow – konkret Automatisierungsskripte auf Basis von GitHub Actions – im Repository „Windows-driver-samples“. Mit rund 5.000 Forks und 7.700 Stars stellt dieses Repository einen wichtigen Anlaufpunkt für Entwickler dar. Die Tenable-Forscher zeigten, wie Angreifer dessen CI/CD-Infrastruktur gezielt ausnutzen können, um die Software-Lieferkette zu kompromittieren. Die Ursache liegt in einer einfachen Python-String-Injection-Schwachstelle.

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Mögliches Angriffsszenario

  • Erstellen eines Issues: Ein Angreifer eröffnet ein GitHub-Issue – eine Funktion, die jedem registrierten Nutzer offensteht.
  • Einschleusen von Schadcode: In der Issue-Beschreibung wird bösartiger Python-Code platziert.
  • Automatische Ausführung: Der GitHub-Workflow wird beim Erstellen des Issues automatisch ausgelöst und führt den Schadcode im Kontext des GitHub-Runners aus.
  • Auslesen von Secrets: Der Angreifer kann den GITHUB_TOKEN sowie weitere im Repository konfigurierte Secrets auslesen.

Der ausgelesene GITHUB_TOKEN ermöglicht Aktionen im jeweiligen GitHub-Repository. Da das Repository vor 2023 erstellt wurde und der Token ohne explizite Einschränkung zumindest das Erstellen von Issues erlaubt, gehen die Researcher davon aus, dass weiterhin standardmäßige Lese- und Schreibrechte bestehen. Dies könnte es Unbefugten ermöglichen, privilegierte Aktionen im Namen von Microsoft auszuführen, etwa Issues anzulegen oder Inhalte im Repository zu verändern.

„Die CI/CD-Infrastruktur ist Teil der Angriffsfläche und der Software-Lieferkette eines Unternehmens“, erklärt Rémy Marot, Staff Research Engineer bei Tenable. „Ohne geeignete Schutzmaßnahmen können Schwachstellen in Pipelines ausgenutzt werden, um groß angelegte Supply-Chain-Angriffe zu starten – mit potenziell gravierenden Folgen für nachgelagerte Systeme und Nutzer.“ Im Zuge der Offenlegung betont Tenable, dass Unternehmen ihre CI/CD-Pipelines als kritische Infrastruktur behandeln sollten, und empfiehlt zur Vermeidung vergleichbarer Risiken folgende Maßnahmen:

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KI-Sicherheitstechnologie für Unternehmen.
  • Strenge Sicherheitskontrollen: Robuste Schutzmechanismen zum Schutz von Quellcode und Build-Integrität in automatisierten Workflows implementieren.
  • Überprüfung von Berechtigungen: GITHUB_TOKEN-Berechtigungen explizit anpassen und auf das notwendige Minimum beschränken.
  • Monitoring der Pipelines: Automatisierte Workflows regelmäßig auf mögliche Injection-Schwachstellen prüfen, insbesondere wenn sie durch externe Nutzereingaben ausgelöst werden.
Mehr bei Tenable.com

 


Über Tenable

Tenable ist ein Cyber Exposure-Unternehmen. Weltweit vertrauen über 24.000 Unternehmen auf Tenable, um Cyberrisiken zu verstehen und zu reduzieren. Die Erfinder von Nessus haben ihre Expertise im Bereich Vulnerabilities in Tenable.io kombiniert und liefern die branchenweit erste Plattform, die Echtzeit-Einblick in alle Assets auf jeder beliebigen Computing-Plattform gewährt und diese Assets sichert. Der Kundenstamm von Tenable umfasst 53 Prozent der Fortune 500, 29 Prozent der Global 2000 und große Regierungsstellen.


 

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