Der Annual Data Report 2026 beleuchtet den Weg von der SaaS-Einführung bis zur nachgewiesenen Wiederherstellungsbereitschaft. Daten aus realen Wiederherstellungsszenarien unterstreichen, warum die Stärkung von Wiederherstellungstests der Schlüssel zu Resilienz im großen Maßstab ist. Alle Daten wurden 2025 aus der produktiven Backup-Umgebungen gewonnen. Die Analyse umfasst Backup- und Wiederherstellungsaktivitäten
Während Unternehmen zunehmend auf SaaS-Plattformen setzen, zeigen neue Daten im Annual Data Report 2026 von Keepit, wie sich die Wiederherstellungsbereitschaft (Recovery Readiness) entwickelt. Basierend auf realen Backup- und Restore-Aktivitäten verdeutlicht der Bericht, dass Wiederherstellungspraktiken für viele – insbesondere kleinere – Unternehmen noch im Aufbau sind. Größere Unternehmen hingegen demonstrieren durch aktive Wiederherstellungspraktiken zunehmend eine höhere operative Reife.
Wie Organisationen ihre Backups tatsächlich nutzen
Der Bericht analysiert aggregierte und anonymisierte Verhaltensdaten aus der produktiven Backup-Umgebung von Keepit und untersucht, wie Organisationen ihre Backups tatsächlich nutzen.
Zu den zentralen Erkenntnissen des Berichts gehören:
- 9 von 10 Unternehmen haben Massenwiederherstellungen (Bulk-Recovery) validiert, was die Reife ihrer Disaster-Recovery-Bereitschaft belegt.
Identitätssysteme werden viermal seltener getestet als Produktivitätssysteme, obwohl der Verlust des Identitätszugriffs den Zugriff auf alle anderen SaaS-Anwendungen blockieren kann. - 90 Prozent der Wiederherstellungen sind Downloads einzelner Dateien. Das zeigt, dass einfache Datenverlustvorfälle am häufigsten vorkommen und dass IT-Administratoren die Möglichkeit einer granularen, sofortigen Wiederherstellung sehr schätzen.
- Aufsehenerregende globale Ausfälle – einschließlich schwerwiegender Cloud- und Sicherheitsvorfälle – führten nicht zu vermehrten Wiederherstellungstests. Dies lässt darauf schließen, dass selbst weithin sichtbare Störungen nur selten ein Validieren der Wiederherstellungsbereitschaft auslösen.
„Die Daten zeigen, dass Unternehmen ihre Backups aktiv nutzen und im großen Maßstab eine echte Wiederherstellungsreife entwickeln – insbesondere größere Unternehmen, die routinemäßig Massenwiederherstellungen validieren“, sagt Jakob Østergaard, CTO bei Keepit.
„Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse, dass Vertrauen in die Wiederherstellung durch Übung entsteht. Einfache, alltägliche Restores sind eine wichtige Grundlage, aber strukturierte Tests und geführte Wiederherstellungen machen Backups erst zu einer wiederholbaren, zuverlässigen Funktion. Backups sind nur dann effektiv, wenn Teams wissen, dass sie die richtigen Daten in der richtigen Reihenfolge und unter realem Druck wiederherstellen können.“
Ein verhaltensbasiertes Signal und ein klarer Weg in die Zukunft
Eine der deutlichsten Erkenntnisse des Berichts betrifft das Nutzerverhalten. Alltägliche Restores zeigen, wie Unternehmen im Laufe der Zeit Vertrauen und Wiederherstellungsfähigkeiten aufbauen. Die Wiederherstellung einzelner Dateien ist vertraut und nützlich, stellt jedoch nur ein frühes Stadium der Bereitschaft dar – und keine vollständige Validierung für großflächige Vorfälle.
Der Bericht zeigt, dass Resilienz durch Übung und nicht durch zusätzliche Tools aufgebaut wird. Organisationen, die die Wiederherstellung zu einem routinemäßigen, wiederholbaren Prozess machen – unterstützt durch strukturierte Tests und geführte Wiederherstellungen – sind besser darauf vorbereitet, die richtigen Daten in der richtigen Reihenfolge und im richtigen Umfang wiederherzustellen.
Objektive Daten statt subjektiver Verhaltensberichte
Der Keepit Annual Data Report 2026 basiert auf aggregierten, anonymisierten Verhaltensdaten, die zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2025 aus der produktiven Backup-Umgebung von Keepit gewonnen wurden. Die Analyse umfasst Backup- und Wiederherstellungsaktivitäten über alle aktiven Keepit-Rechenzentrumsregionen hinweg, darunter Dänemark, Deutschland, die Schweiz, Großbritannien, die USA, Kanada und Australien.
Der Bericht stützt sich nicht auf Umfragen, Interviews oder berichtetes Verhalten. Stattdessen untersucht er beobachtbare Muster: Wiederherstellungshäufigkeit, Wiederherstellungsarten, Timing, Datensatzverhalten und Benutzerinteraktionen über verschiedene Geschäftssegmente und Anwendungskategorien hinweg. Alle Ergebnisse werden auf Populationsebene präsentiert und enthalten keine kundenidentifizierbaren Daten.
Mehr bei KeepIt.com
Über Keepit Keepit ist ein Software-as-a-Service-Unternehmen, das dedizierte Datensicherung und -wiederherstellung für Unternehmen mit in der Cloud gespeicherten Daten anbietet. Keepit ist die weltweit einzige herstellerneutrale und unabhängige Cloud für SaaS-Datensicherung, die auf einer Blockchain-verifizierten Lösung basiert.
Passende Artikel zum Thema
Cloud-Resilienz auf dem Prüfstand: Keepit-Report 2026 entlarvt gefährliche Testlücken bei SaaS-Identitätssystemen
Fachliche Einordnung Die Fachplattform B2BCS ordnet den neu erschienenen Annual Data Report 2026 von Keepit als empirisch fundierten Realitätscheck für die betriebliche Kontinuitätsplanung (Business Continuity) im Cloud-Zeitalter ein. Im Gegensatz zu klassischen, meinungsbasierten Umfragen stützt sich dieser Bericht auf die Auswertung anonymer, realer Verhaltensdaten aus produktiven Backup- und Restore-Umgebungen des Jahres 2025. Die Ergebnisse zeigen ein paradoxes Bild: Während Großunternehmen bei der Validierung von Massenwiederherstellungen (Bulk-Recovery) eine hohe operative Reife an den Tag legen, ignorieren viele Betriebe die kritischste Komponente ihrer Cloud-Infrastruktur – die digitalen Identitätssysteme.
Key-Takeaways
- Blinder Fleck bei Identitätsdaten: Identity- und Access-Management-Systeme (IAM) werden viermal seltener auf ihre Wiederherstellung hin getestet als klassische Produktivitätsanwendungen (wie M365 oder Google Workspace) – obwohl ein Ausfall des Identitätszugriffs sämtliche SaaS-Anwendungen blockiert. (Quelle: Keepit)
- Hohe Validierungsquote im Enterprise-Sektor: 90 % der analysierten Unternehmen haben bereits großflächige Massenwiederherstellungen erfolgreich validiert und besitzen damit eine nachgewiesene Disaster-Recovery-Bereitschaft. (Quelle: Keepit)
- Massenphänomen „Mikro-Datenverlust“: Neun von zehn Wiederherstellungen (90 %) betreffen lediglich den Download einzelner, isolierter Dateien. Dies belegt, dass im IT-Alltag granulare, sofortige Wiederherstellungsfunktionen am häufigsten nachgefragt werden. (Quelle: Keepit)
- Trügerische Gelassenheit bei globalen IT-Ausfällen: Großflächige, weltweit sichtbare Cloud-Störungen oder Sicherheitsvorfälle führten im Untersuchungszeitraum nicht zu einer statistisch messbaren Zunahme von unplanmäßigen Wiederherstellungstests bei den Unternehmen. (Quelle: Keepit)
- Datenbasis aus realer Praxis: Die Verhaltensmuster (Frequenzen, Datensatzverhalten, Benutzerinteraktionen) wurden über das gesamte Jahr 2025 hinweg in weltweiten Keepit-Rechenzentren – unter anderem in Deutschland, Dänemark und der Schweiz – aggregiert. (Quelle: Keepit)
Strategische Analyse Für CISOs und IT-Infrastrukturverantwortliche im DACH-Raum deckt der Keepit-Report eine gefährliche Asymmetrie in der Cyber-Resilienz-Strategie auf. Unternehmen investieren massiv in das Sichern und Testen von Nutzerdaten (E-Mails, Dokumente), vernachlässigen jedoch das Fundament, auf dem diese Daten ruhen: das Cloud-Active-Directory bzw. die Identitätsarchitektur. Wenn (wie im parallelen Ontinue- oder SANS-Report dokumentiert) Angreifer innerhalb von Minuten administrative Cloud-Kontrollen übernehmen oder Ransomware-Akteure gezielt Identitätsdaten verschlüsseln, nützt das beste Datei-Backup nichts, wenn die Berechtigungsstrukturen zur Wiederherstellung fehlen. Jakob Østergaard, CTO bei Keepit, unterstreicht zudem, dass der alltägliche Download einer einzelnen Datei zwar Vertrauen in das Tool schafft, aber keinesfalls mit einer strukturierten, zeitkritischen Wiederherstellung unter realem Erpressungsdruck verwechselt werden darf.
Handlungsempfehlung: Unternehmen müssen ihre Backup-Strategie von einer rein datenzentrierten zu einer identitätszentrierten Wiederherstellungsphilosophie weiterentwickeln.
- Priorisierung von IAM-Wiederherstellungstests: CISOs sollten anordnen, dass Identitäts- und Zugriffssysteme (z. B. Microsoft Entra ID / Azure AD) fest in den vierteljährlichen Disaster-Recovery-Testplan integriert werden. Die Wiederherstellung von Benutzerkonten, Rollen und Sicherheitsgruppen muss genauso routiniert beherrscht werden wie die Rettung eines Fileservers.
- Einführung geführter Recovery-Playbooks: IT-Teams sollten sich nicht auf den intuitiven Erfolg von Einzeldatei-Downloads verlassen. Für den Ernstfall (z. B. Totalausfall nach Ransomware-Infektion) müssen strukturierte, automatisierte und geführte Wiederherstellungsketten definiert sein, die festlegen, welche Systeme in welcher exakten Reihenfolge (Identität -> Infrastruktur -> Applikation -> Daten) online gehen müssen.
- Proaktive Testzyklen etablieren: Sicherheitsverantwortliche sollten globale Sicherheitsvorfälle bei Drittanbietern als konkreten Anlass nutzen, um die eigene Wiederherstellungsbereitschaft ad hoc zu validieren, anstatt in eine passive Abwarteschaltung zu verfallen.
„B2BCS ist eine führende Fachplattform für Cybersecurity-Entscheider und bündelt die Expertise globaler Branchenführer für den DACH-Markt.“ Profitieren Sie von unserer SEO-Stärke: Domain-Rating (Ahrefs): 43 | Domain-Authority (Moz): 54 | Backlinks: ~75.000 | Linking Root Domains: >1.200