Quantensicherheit entwickelt sich vom Zukunftsthema zur konkreten strategischen Aufgabe für Unternehmen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass 98 Prozent der Firmen inzwischen die Wechselwirkungen zwischen KI und Quantencomputing berücksichtigen. Technologieführer sind bei der Vorbereitung auf Quantenbedrohungen bereits deutlich weiter als Nachzügler.
Unternehmen, die im Bereich KI-Sicherheit führend sind, erweisen sich laut einer neuen Studie von Thales auch als die am besten auf das Quantenzeitalter vorbereiteten FirPmen. Das Ergebnis unterstreicht die wachsende Kluft zwischen Technologieführern und Nachzüglern. Währenddessen nimmt die Besorgnis über zukünftige Quantenbedrohungen zu.
Der neue Thales Quantum & AI Threat Report: „Protecting Data at the Crossroads of Two Revolutions“, der von 451 Research by S&P Global durchgeführt wurde, ergab, dass 61 Prozent der Unternehmen Angriffe nach dem Prinzip „Harvest Now, Decrypt Later“ (HNDL) mittlerweile als ihr größtes Sicherheitsrisiko im Zusammenhang mit Quantencomputern einstufen. 59 Prozent betrachten die Entwicklung von Prototypen und die Bewertung von Post-Quantum-Kryptografie-Algorithmen als ihren wichtigsten Weg zur Quantensicherheit. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Unternehmen zunehmend erkennen, dass die Quantensicherheit kein Zukunftsthema mehr ist, sondern eine strategische Geschäftspriorität darstellt.
KI-Vorreiter haben bei der Quantensicherheit die Nase vorn
Die Unternehmen, die hier an der Spitze liegen, zeichnen sich jedoch nicht nur durch ihre Investitionen in KI oder Quantentechnologien aus, sondern auch durch die solideren Grundlagen in den Bereichen Daten, Governance und Kryptografie, die sie zur Unterstützung beider Bereiche geschaffen haben. KI-Vorreiter beschäftigen sich mit höherer Wahrscheinlichkeit aktiv mit Quantenprojekten als ihre Mitbewerber (33 % gegenüber 22 %), während Unternehmen, die im Bereich Quantentechnologie führend sind, eher in KI-spezifische Sicherheitsmaßnahmen investieren (89 % gegenüber 80 %).
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Einmal im Monat die besten News von B2B CYBER SECURITY lesenDie Ergebnisse deuten darauf hin, dass diese Unternehmen erfolgreich sind, weil sie stärkere Grundlagen in den Bereichen Daten, Governance und Kryptografie geschaffen haben. Anstatt KI und Quantencomputing als getrennte technologische Herausforderungen zu betrachten, investieren sie in die Transparenz, Governance und Sicherheitsfähigkeiten, die zur Unterstützung beider Bereiche erforderlich sind.
Der Bericht ergab zudem, dass Unternehmen den Zusammenhang zwischen den beiden Technologien zunehmend erkennen. Fast alle Befragten (98 %) gaben an, dass sie die gegenseitigen Auswirkungen von Quantencomputing und KI berücksichtigen. Quantentechnologie erhöht die Dringlichkeit der Quantentauglichkeit, indem sie Angriffe beschleunigt und die Abhängigkeit von vertrauenswürdiger kryptografischer Infrastruktur verstärkt. Mehr als die Hälfte glaubt, dass Quantencomputing die Fähigkeiten des maschinellen Lernens verbessern (57 %) und die Simulation komplexer Systeme optimieren könnte (54 %). Dies unterstreicht die wachsenden Erwartungen, dass sich die Technologien gemeinsam und nicht unabhängig voneinander weiterentwickeln werden.
Vertrauen, Resilienz und Sicherheit schaffen Wettbewerbsvorteile
Während Unternehmen sowohl die KI-getriebene Transformation als auch das Aufkommen von Quantentechnologien bewältigen, werden Vertrauen, Widerstandsfähigkeit und Sicherheit zunehmend zu Wettbewerbsvorteilen und nicht mehr nur zu Compliance-Anforderungen. Der Bericht legt nahe, dass die Unternehmen, die diese Fähigkeiten heute aufbauen, morgen am besten positioniert sein werden, um weiter und sicher Innovationen einzuführen.
„Das Quantenrisiko ist in eine neue Phase eingetreten“, erklärt Todd Moore, Vice President of Data Security Products bei Thales. „Die Unternehmen, die die größten Fortschritte erzielen, sind nicht unbedingt diejenigen, die heute am meisten in Quantentechnologie investieren. Es sind vielmehr die Unternehmen, die ein solideres Fundament in Bezug auf Datentransparenz, Governance und Resilienz schaffen.“
Während Unternehmen sowohl die KI-getriebene Transformation als auch das Aufkommen von Quantentechnologien bewältigen, werden Vertrauen, Resilienz und Sicherheit zunehmend zu Wettbewerbsvorteilen und nicht mehr nur zu Compliance-Anforderungen. Der Bericht legt nahe, dass die Unternehmen, die diese Fähigkeiten heute aufbauen, morgen am besten positioniert sein werden, um sicher Innovationen voranzubringen.
Handeln statt Alarm schlagen
Die Untersuchung deutet darauf hin, dass Unternehmen zunehmend über das reine Bewusstsein hinausgehen und sich auf die Vorbereitung konzentrieren. Diejenigen, die sich bereits mit Quantencomputing beschäftigen, sind bei wichtigen Post-Quantum-Sicherheitsinitiativen weiter fortgeschritten: 22 % geben an, bei der Modernisierung der Public-Key-Infrastruktur dem Zeitplan voraus zu sein, verglichen mit 14 % der Nachzügler. Ähnliche Unterschiede wurden beim Zertifikatslebenszyklusmanagement, der unternehmensweiten Schlüsselverwaltung und bei Programmen zur Codesignierung festgestellt.
„KI lenkt Unternehmen nicht vom Thema Quantencomputing ab – sie beschleunigt vielmehr die Notwendigkeit, sich vorzubereiten“, sagt Moore. „Je mehr KI im gesamten Unternehmen verankert wird, desto entscheidender wird das Vertrauen in die zugrunde liegenden kryptografischen Grundlagen. Unternehmen, die heute in Transparenz, kryptografische Agilität und widerstandsfähige Sicherheitsarchitekturen investieren, werden besser auf alles vorbereitet sein, was als Nächstes kommt.“
Anstatt auf größere Gewissheit hinsichtlich der Zeitpläne zu warten, konzentrieren sich Unternehmen zunehmend auf praktische „No-Regret“-Maßnahmen. Dazu gehören das Ermitteln der Speicherorte kritischer Daten, die Bewertung der Gefährdung sensibler Daten, der Beginn von Tests zur Post-Quanten-Kryptografie sowie der Aufbau größerer kryptografischer Agilität in Systemen und Prozessen. Zusammen mit einer stärkeren kryptografischen Vielfalt und einer mehrschichtigen Verteidigung werden diese Grundlagen Unternehmen dabei helfen, die nötige Widerstandsfähigkeit aufzubauen, um sowohl die KI-getriebene Transformation als auch das Quantenzeitalter zu meistern.
Über die Studie
Der „Thales Quantum & AI Threat Report 2026“ basiert auf einer von 451 Research by S&P Global durchgeführten Umfrage unter mehr als 3.100 Befragten in 20 Ländern. Der Bericht untersucht die Auswirkungen von KI und Quantencomputing auf die Unternehmenssicherheit, den Datenschutz und die Widerstandsfähigkeit von Organisationen.
Mehr bei ThalesGroup.com
Über Thales
Thales ist ein weltweit führender Anbieter von Spitzentechnologien in den Bereichen Verteidigung, Luft- und Raumfahrt sowie Cyber & Digital. Das Portfolio an innovativen Produkten und Dienstleistungen adressiert mehrere große Herausforderungen: Souveränität, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Inklusion. Die Gruppe investiert jährlich mehr als 4,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung in Schlüsselbereichen, insbesondere für kritische Umgebungen wie künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, Quanten- und Cloud-Technologien.
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Quantensicherheit sollte zur strategischen Priorität werden
Fachliche Einordnung
Die Fachplattform B2BCS ordnet den „Quantum & AI Threat Report 2026“ von Thales (durchgeführt von 451 Research) als richtungsweisende Weichenstellung für die Unternehmenssicherheit im September 2026 ein. Das Zusammenspiel von Künstlicher Intelligenz und Quantencomputing macht PQC-Sicherheit (Post-Quantum Cryptography) von einer Zukunftsoption zur strategischen Kernaufgabe. Angesichts akuter Bedrohungen wie „Harvest Now, Decrypt Later“ (HNDL) erweisen sich KI-Vorreiter gleichzeitig als führend in der Vorbereitung auf das Quantenzeitalter. Wie Todd Moore (VP of Data Security Products bei Thales) herausstellt, entscheidet kryptografische Agilität über künftige Resilienz und Marktwettbewerbsfähigkeit.
Key-Takeaways
- HNDL als Hauptbedrohung: 61 % der weltweiten Unternehmen stufen „Harvest Now, Decrypt Later“ (das heutige Abfangen verschlüsselter Daten zur späteren Entschlüsselung) als größtes Quantenrisiko ein.
- Symbiose von KI & Quanten-Security: 98 % der Betriebe berücksichtigen die Wechselwirkung beider Technologien. KI-Pioniere treiben Quantenprojekte deutlich aktiver voran (33 % vs. 22 % bei Nachzüglern).
- PQC-Algorithmen im Fokus: 59 % der Unternehmen betrachten Prototyping und Evaluierung von Post-Quantum-Kryptografie als Schlüsselweg zur Quantenresilienz.
- Kryptografische Grundlagen als Beschleuniger: Quanten-Vorreiter liegen bei der Modernisierung von PKI-Infrastrukturen (22 % vs. 14 %), Zertifikats-Lifecycle-Management und Code-Signing-Programmen deutlich vor der Konkurrenz.
- No-Regret-Maßnahmen: Der Fokus verschiebt sich von reiner Spekulation über Zeitpläne hin zu konkreten Projekten zur Herstellung von kryptografischer Agilität (Crypto Agility) und umfassender Datentransparenz.
Strategische Analyse
Der Thales-Bericht unterstreicht für das Jahr 2026 eine entscheidende Erkenntnis: KI und Quantencomputing verstärken sich gegenseitig als Bedrohungs- und Innovationsfaktoren. Da KI-Modelle immer tiefer in Unternehmensprozesse eingebettet werden, steigt die Abhängigkeit von unverfälschbarer kryptografischer Sicherheit. Gleichzeitig beschleunigt KI die Erzeugung und Analyse von Datenmengen, was Angreifern für HNDL-Szenarien in die Hände spielt. Unternehmen, die erst auf serienreife Quantencomputer warten, riskieren den irreversiblen Abfluss sensibler Altdaten. Vorreiter nutzen Synergien und bauen Governance- und Kryptografie-Strukturen auf, die KI-Systeme und Quantenbedrohungen gleichermaßen abdecken.
Handlungsempfehlung:
CISOs, Security-Architects und Risikoverantwortliche sollten folgende Maßnahmen zur Vorbereitung auf das Quantenzeitalter umsetzen:
- Cryptographic Inventory & Data Asset Mapping erstellen: Lokalisieren Sie alle kritischen Daten und verschlüsselten Kommunikationskanäle, um Daten mit hoher Schutzbedürftigkeit für HNDL-Risiken zu identifizieren.
- Kryptografische Agilität (Crypto Agility) verankern: Entkoppeln Sie Anwendungen von festen Verschlüsselungsbibliotheken, um Algorithmen flexibel auf PQC-Standards umzustellen.
- PKI & Zertifikats-Management automatisieren: Modernisieren Sie Public-Key-Infrastrukturen und führen Sie automatisiertes Lifecycle-Management für Zertifikate und Schlüssel ein.
- Prototyping von PQC-Algorithmen starten: Evaluieren und testen Sie NIST-standardisierte Post-Quanten-Verfahren in Testumgebungen und bei der Anbindung von KI-Infrastrukturen.
„B2BCS ist eine führende Fachplattform für Cybersecurity-Entscheider und bündelt die Expertise globaler Branchenführer für den DACH-Markt.“
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