Das BSI warnt via CERT-Bund vor einer kritischen Schwachstelle in Splunk Enterprise mit einem CVSS-Wert 9.8 von 10. Nach einer technischen Analyse der Experten von WatchTowr kann der Fehler unter bestimmten Voraussetzungen von einem unzureichend geschützten Service-Endpunkt bis hin zu pre-auth Remote Code Execution ausgenutzt werden.
Das Computer Emergency Response Team – kurz CERT des BSI hat unter der Kennung WID-SEC-2026-1877 eine Sicherheitswarnung zu Splunk Enterprise veröffentlicht. Im Fokus steht eine kritische Schwachstelle in der PostgreSQL-Sidecar-Komponente, die nach der Analyse von WatchTowr einen gefährlichen Angriffspfad eröffnet. Daher vergibt das BSI für die Schwachstellen CVE-2026-20251 bis -20259 auch den gesamt kritischen CVSS-Wert von 9.8.
Nach den vorliegenden technischen Details betrifft das Problem einen Endpunkt des PostgreSQL-Sidecar-Service, über den sich Backup- und Restore-Funktionen ansprechen lassen. Laut WatchTowr fehlt dort eine wirksame Authentisierung, sodass ein netzwerkseitig erreichbarer Angreifer Dateioperationen anstoßen kann, ohne sich zuvor anmelden zu müssen.
Kritische Splunk-Lücke
Besonders kritisch ist, dass sich daraus nicht nur beliebige Dateioperationen ableiten lassen. WatchTowr beschreibt eine Angriffskette, bei der ein Angreifer zunächst über den Backup-Endpunkt kontrollierte Daten in eine Datei schreiben und diese anschließend über den Restore-Endpunkt in die lokale PostgreSQL-Instanz einspielen kann. In Verbindung mit dem auf dem System vorhandenen .pgpass-Pfad lassen sich dabei laut Analyse SQL-Anweisungen in der lokalen Datenbank ausführen, was schließlich bis zu pre-auth Remote Code Execution führen kann.
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Damit wird aus einem einzelnen API-Problem ein hochriskanter Angriffspfad für Splunk-Installationen, die den betroffenen Dienst erreichbar machen. Das ist vor allem deshalb brisant, weil Splunk in vielen Unternehmen zentral für Logging, Monitoring und Security Operations eingesetzt wird und eine Kompromittierung damit weit über ein isoliertes Einzelsystem hinausreichen kann.
Kritische Schwachstellen schließen.
Die Schwachstellen CVE-2026-20251, CVE-2026-20252, CVE-2026-20253, CVE-2026-20254, CVE-2026-20255, CVE-2026-20256, CVE-2026-20257, CVE-2026-20258, CVE-2026-20259 haben verschiedene Schweregrade, wobei CVE-2026-20253 mit 9.8 am höchsten bewertet wird. Die Patches schließen alle Schwachstellen.
Laut den verfügbaren Angaben sind in Splunk Enterprise insbesondere die Versionen 10.0.0 bis 10.0.6 und 10.2.0 bis 10.2.3 betroffen; behoben wurde die Schwachstelle in 10.0.7 und 10.2.4. Betreiber sollten ihre Splunk-Instanzen umgehend auf den Patch-Stand prüfen und die bereitgestellten Updates sofort einspielen. Zusätzlich ist zu klären, ob der betroffene Endpunkt aus dem Netzwerk erreichbar ist.
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