Künstliche Intelligenz verändert die Cybersicherheit grundlegend. Neue KI-Modelle können Softwarefehler und Sicherheitslücken schneller identifizieren als jemals zuvor. Hersteller vernetzter Geräte, Maschinen und Anlagen werden die steigende Flut neuer Schwachstellen nur mit automatisierten Verfahren bewerten können, daraus Maßnahmen ableiten und so regulatorische Anforderungen nachweisbar erfüllen können.
Nach aktueller Entwicklung und der Einschätzung von Experten wird die Zahl entdeckter Sicherheitslücken durch den Einsatz leistungsfähiger KI-Systeme künftig massiv steigen. Die eigentliche Herausforderung beginnt jedoch erst danach: Unternehmen müssen beurteilen, welche Schwachstellen tatsächlich relevant sind, welche Auswirkungen sie auf konkrete Produkte haben und welche Maßnahmen erforderlich sind. Genau an dieser Stelle stoßen reine KI-Lösungen an ihre Grenzen.
„Die Fähigkeit, eine Schwachstelle zu finden, ist nicht gleichbedeutend damit, deren Bedeutung für ein Produkt zu verstehen, Einsatzgebiete und Risiken zu berücksichtigen oder regulatorisch belastbare Entscheidungen zu treffen“, erklärt Jan Wendenburg, CEO von ONEKEY. Der Einsatz von KI ist sinnvoll für einen ersten Test und zur Beschleunigung von Sicherheitsanalysen. Für voraussehbare Ergebnisse und eindeutig nachvollziehbare Audit-Nachweise, Compliance-Dokumentation und belastbare Risikobewertung sind andere, zusätzliche Werkzeuge erforderlich.
Besonders relevant ist dies vor dem Hintergrund neuer gesetzlicher Anforderungen wie dem Cyber Resilience Act (CRA), der Funkanlagenrichtlinie RED oder der Normenreihe IEC 62443. Hersteller müssen künftig nachweisen können, welche Softwarekomponenten in ihren Produkten enthalten sind, welche Schwachstellen bestehen, welche Auswirkungen diese haben und wie Risiken behandelt wurden. Die Analyse verweist darauf, dass moderne KI-Werkzeuge zwar immer mehr potenzielle Schwachstellen identifizieren können, Unternehmen jedoch weiterhin nachvollziehbare und belastbare Entscheidungsgrundlagen benötigen. Dazu gehören Software-Stücklisten (SBOMs), Schwachstellenbewertungen (VEX), technische Nachweise über die tatsächliche Betroffenheit eines Produkts sowie revisionssichere Dokumentationen für Audits und Zertifizierungen.
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ONEKEY setzt daher auf einen kombinierten Ansatz aus automatisierter Firmware-Analyse, Schwachstellenmanagement und KI-basierter Unterstützung. Die Plattform von ONEKEY analysiert Firmware direkt auf Binärebene, erstellt automatisiert Software-Stücklisten und bewertet die tatsächliche Relevanz von Schwachstellen im jeweiligen Produktkontext.
So können die Aufwände um mehr als 60 Prozent reduziert werden. Darüber hinaus identifiziert die Lösung effektiv unbekannte Schwachstellen wie unsichere Kommunikationswege, fest hinterlegte Zugangsdaten, potenzielle Angriffsmöglichkeiten durch Code Injections und viele andere.
Gleichzeitig baut ONEKEY die Nutzung von künstlicher Intelligenz innerhalb seiner Plattform weiter aus. Bereits heute werden Verfahren des maschinellen Lernens eingesetzt, um zusätzliche Softwarekomponenten zu identifizieren. KI-gestützte Chatfunktionen sowie ein intelligenter Analyseassistent, der Sicherheitsbefunde automatisch einordnet und bei Priorisierungsentscheidungen unterstützt wird im Sommer verfügbar sein. Zusätzlich wird die ONEKEY Plattform mit Agentic-AI-Systemen ergänzt um für Hersteller und Betreiber von smarten Produkten eine effektive und automatisierte Plattform zu bieten die hilft die steigenden Anforderungen und Volumen effektiv und mit minimalen Ressourcen zu managen.
KI, Evidenz und Sicherheitsprozesse
„Der Einsatz von KI erhöht die Zahl der Ergebnisse. Professionelle Entscheidungen im Bereich Cybersicherheit müssen jedoch weiterhin nachvollziehbar dokumentiert, bewertet und überwacht werden“, lautet das Fazit der Untersuchung. Ohne strukturierte Produktsicherheitsprozesse kann der alleinige Einsatz von KI das Risiko sogar erhöhen, statt die Sicherheit zu verbessern, heißt es bei ONEKEY.
Konsequenterweise investiert ONEKEY selbst massiv in den Ausbau von Künstlicher Intelligenz innerhalb seiner Plattform. Bereits heute kommt Machine Learning zum Einsatz, um Sicherheitsanalysen weiter zu verbessern. Auf der Entwicklungsroadmap stehen darüber hinaus neue KI-basierte Funktionen, die Unternehmen bei der Bewertung, Priorisierung und Bearbeitung von Sicherheitsrisiken weiter unterstützen. Erste Produktneuheiten wird ONEKEY bereits in den kommenden Wochen vorstellen.ONEKEY ist Europas führender Spezialist für Product Cybersecurity & Compliance Management und Teil des Investmentportfolios von PricewaterhouseCoopers Germany (PwC). Die einzigartige Kombination der automatisierten ONEKEY Product Cybersecurity & Compliance Platform (OCP) mit Expertenwissen und Consulting Services bietet schnelle und umfassende Analyse, Unterstützung und Management zur Verbesserung der Produkt Cybersecurity und Compliance vom Produkt Einkauf, Design, Entwicklung, Produktion bis zum End-of-Life.
Kritische Sicherheitslücken und Compliance-Verstöße in der Geräte-Firmware werden durch die KI-basierte Technologie innerhalb von Minuten vollautomatisch im Binärcode identifiziert – ohne Quellcode, Geräte- oder Netzwerkzugriff. Durch die integrierte Erstellung von „Software Bills of Materials (SBOMs)“ können Software-Lieferketten proaktiv überprüft werden. „Digital Cyber Twins“ ermöglichen die automatisierte 24/7 Überwachung der Cybersicherheit auch nach dem Release über den gesamten Produktlebenszyklus.
Der integrierte ONEKEY Compliance Wizard deckt bereits heute die Anforderungen nach IEC 62443-4-2, ETSI EN 303 645, UNECE R1 55 und vielen anderen ab. Im Rahmen des EU-geförderten Projekts CRACoWi (Cyber Resilience Act Compliance Wizard) entwickelt ONEKEY gemeinsam mit 13 europäischen Partnern einen KI-gestützten Assistenten zur automatisierten Umsetzung des EU Cyber Resilience Act (CRA). Dieser unterstützt Unternehmen vom ersten CRA-Scope-Check bis zur Erstellung der notwendigen Declaration of Conformity. Das Product-Security-Incident-Response-Team (PSIRT) wird durch die integrierte, automatische Priorisierung von Schwachstellen effektiv unterstützt und die Zeit bis zur Fehlerbehebung deutlich verkürzt. International führende Unternehmen in Asien, Europa und Amerika profitieren bereits erfolgreich von der ONEKEY Product Cybersecurity & Compliance Platform (OCP) und den ONEKEY Cybersecurity Experten.
Mehr bei Onekey.com
Über ONEKEY ONEKEY (vormals IoT Inspector) ist die führende europäische Plattform für automatische Security & Compliance Analysen für Geräte in der Industrie (IIoT), Produktion (OT) und dem Internet der Dinge (IoT). Über automatisch erstellte „Digital Twins“ und „Software Bill of Materials (SBOM)“ der Geräte analysiert ONEKEY eigenständig Firmware auf kritische Sicherheitslücken und Compliance Verstöße, ganz ohne Sourcecode, Geräte- oder Netzwerkzugriff.
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Künstliche Intelligenz erfordert automatisierte Cybersicherheit
Fachliche Einordnung
Die Fachplattform B2BCS ordnet die Marktanalyse von ONEKEY sowie die Stellungnahmen von CEO Jan Wendenburg als essenziellen Leitfaden für Produktsicherheit und OT-Compliance im Jahr 2026 ein. Durch den massiven Einsatz von KI-Scanner-Tools bei Herstellern und Angreifern steigt das Volumen neu identifizierter Schwachstellen dramatisch an. Reines KI-Scanning führt jedoch ohne Kontextualisierung zu einer Flut unbewerteter Befunde. Vor dem Hintergrund strenger Regularien wie dem EU Cyber Resilience Act (CRA) oder der Norm IEC 62443 reicht das bloße Auffinden von Lücken nicht aus: Gefordert sind deterministische, revisionssichere Analysen auf Binärebene und automatisierte Software-Stücklisten (SBOMs).
Key-Takeaways
- Explosion der Schwachstellen-Fundstellen: KI-Modelle identifizieren Softwarefehler zwar in Rekordzeit, erzeugen ohne Kontext jedoch enorme Datenmengen, die manuelle Sicherheitsteams überfordern.
- Grenzen reiner KI-Lösungen bei Compliance: KI-Scanner verstehen den betrieblichen Kontext und das tatsächliche Risiko einer Komponente nicht automatisch. Für Audit-Nachweise und CRA-Konformität sind belastbare, deterministische Nachweise erforderlich.
- Druck durch Cyber Resilience Act (CRA) & IEC 62443: Hersteller vernetzter Geräte und Maschinen müssen nachweisbar belegen, welche Softwarekomponenten (SBOMs) enthalten sind und welche Risiken (VEX) tatsächlich auf das Produkt durchschlagen.
- Automatisierte Firmware-Analyse im Binärcode: Ansätze wie die Plattform von ONEKEY reduzieren den Analyseaufwand um über 60 %, indem sie Firmware direkt auf Binärebene ohne Quellcode-Zugriff untersuchen und digitale Cyber-Twins für ein 24/7-Monitoring erstellen.
- Synergie aus Agentic AI & Evidenz: Zukünftige Sicherheitsplattformen kombinieren agentische KI-Assistenten für die intelligente Priorisierung mit festen Regelwerken, um nachvollziehbare und rechtssichere Compliance-Entscheidungen zu treffen.
Strategische Analyse
Die Analyse von ONEKEY stellt klar, dass KI im Schwachstellenmanagement Fluch und Segen zugleich ist. Wer sich ausschließlich auf probabilistische KI-Tools verlässt, riskiert Halluzinationen oder rechtlich unzureichende Dokumentationen bei Audits. Da der Gesetzgeber durch den Cyber Resilience Act Herstellern und Importeuren harte Pflichten zur Produktsicherheit über den gesamten Lebenszyklus auferlegt, wird die Erstellung und kontinuierliche Aktualisierung von Software-Stücklisten (SBOMs) und Schwachstellen-Status-Dateien (VEX) zur Grundvoraussetzung. Die Kombination aus automatisierter Binärcode-Analyse und KI-gestützten Agenten-Systemen ermöglicht es Herstellern, Schwachstellen in Maschinengeschwindigkeit zu priorisieren, ohne die rechtliche Nachvollziehbarkeit zu opfern.
Handlungsempfehlung:
Hersteller und Entwickler vernetzter IoT/OT-Produkte müssen ihre Product-Cybersecurity-Prozesse automatisieren und CRA-konform ausrichten.
- Automatisiertes SBOM- & VEX-Management etablieren: Generieren Sie Software-Stücklisten (SBOM) direkt aus Binärdateien und automatisieren Sie die Erstellung von Vulnerability-Exploitability-Exchange-Dokumenten (VEX), um die Betroffenheit eigener Produkte rechtssicher zu belegen.
- Einsatz digitaler Cyber-Twins für 24/7-Monitoring: Überwachen Sie freigegebene Geräte-Firmware auch nach der Veröffentlichung kontinuierlich über digitale Abbilder auf neu bekannt werdende Schwachstellen (Zero-Days), um die PSIRT-Reaktionszeiten drastisch zu verkürzen.
- Kombination aus deterministischer Analyse und Agentic AI nutzen: Setzen Sie auf hybride Plattformen, die Binärcode-Scans mit KI-gestützter Priorisierung verbinden, um Fehlalarme zu eliminieren und Prüfaufwände um über 60 % zu senken.
„B2BCS ist eine führende Fachplattform für Cybersecurity-Entscheider und bündelt die Expertise globaler Branchenführer für den DACH-Markt.“
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