KMU: Angriffe mit gefälschten KI-Tools haben sich verfünffacht

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Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen im Fokus von Cyberkriminellen: Von Januar bis April 2026 blockierten alleine Kaspersky-Lösungen weltweit fast 415.000 Angriffe, bei denen schädliche oder unerwünschte Software als Messenger- oder Videokonferenz-Apps getarnt waren.

Besonders verbreitet sind Angriffe über gefälschte Kommunikations-Apps. Von Januar bis April 2026 erkannten und blockierten Kaspersky-Lösungen fast 415.000 Angriffe auf KMU, bei denen schädliche oder unerwünschte PC-Software als Messenger-App oder Videokonferenzlösung getarnt war – darunter Telegram, WhatsApp, Zoom oder Microsoft Teams. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum veränderte sich diese Zahl nur geringfügig. Dennoch zeigen die Ergebnisse, dass gefälschte Kommunikations-Apps nach wie vor eine weit verbreitete Cyberbedrohung für KMU darstellen.

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Cyberkriminelle nutzen KI-Boom für neue Angriffe

Parallel dazu nutzen Cyberkriminelle zunehmend die hohe Nachfrage nach KI-Tools aus. Im selben Zeitraum erkannten und blockierten Kaspersky-Lösungen mehr als 33.300 Angriffe auf kleine und mittlere Unternehmen, bei denen Schadsoftware oder unerwünschte Software als beliebter KI-Dienst getarnt war. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich diese Zahl nahezu verfünffacht.

Am häufigsten setzen Angreifer auf bekannte KI-Anwendungen: 42 Prozent der erkannten Angriffe entfielen auf vermeintliche ChatGPT-Angebote, 24 Prozent auf Claude und 20 Prozent auf DeepSeek. Unter den als KI-Dienste getarnten Schadprogrammen beobachteten die Experten von Kaspersky vor allem Trojaner. Dazu zählen auch Varianten, die weitere Schadsoftware auf infizierte Geräte herunterladen und ausführen können. Trojaner geben sich als harmlose Dateien aus, um Nutzer zur Installation zu verleiten. Je nach Art der Schadsoftware können sie unter anderem Daten stehlen, löschen, blockieren, verändern oder kopieren. Für Unternehmen stellen sie damit eine erhebliche Cyberbedrohung dar.

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Missbrauch bekannter KI-Anwendungen

„Unsere Lösungen erkannten in den ersten vier Monaten dieses Jahres Hunderte Angriffe auf KMUs, bei denen Schadsoftware oder unerwünschte Software als OpenClaw getarnt war – ein KI-Tool, das 2026 voraussichtlich stark an Popularität gewinnen wird“, so Vasily Kolesnikov, Sicherheitsexperte bei Kaspersky. „Mitarbeiter in Unternehmen nutzen zunehmend verschiedene KI-Dienste und andere Tools in ihren Arbeitsabläufen, darunter auch öffentlich verfügbare Anwendungen. Deshalb sollten Mitarbeiter beim Suchen nach Software im Internet besonders vorsichtig sein. Wichtig ist, stets die korrekte Schreibweise von Webseiten und Links in verdächtigen E-Mails zu prüfen und zuverlässige Sicherheitslösungen einzusetzen.“

„Da Angreifer ihre Methoden zur Ausnutzung menschlicher Fehler kontinuierlich weiterentwickeln, sind aktuelle Schulungen zur Sensibilisierung für IT-Sicherheit für Unternehmen jeder Art und Größe unverzichtbar. Gleichzeitig fehlt Kleinstunternehmen häufig die Zeit oder das Budget, ihre Mitarbeiter regelmäßig zu den neuesten Bedrohungen und Cyberangriffstrends weiterzubilden. Wir sind überzeugt, dass dieses Problem weitgehend durch Lösungen adressiert werden kann, die speziell auf KMU zugeschnitten sind und neben einem robusten Basisschutz auch leicht zugängliche IT-Sicherheitsschulungen bieten.“ so Rodion Pyanov, Produktmanager Kaspersky Small Office Security.

Mehr bei Kaspersky.com

 


Über Kaspersky

Kaspersky ist ein internationales Cybersicherheitsunternehmen, das im Jahr 1997 gegründet wurde. Die tiefgreifende Threat Intelligence sowie Sicherheitsexpertise von Kaspersky dient als Grundlage für innovative Sicherheitslösungen und -dienste, um Unternehmen, kritische Infrastrukturen, Regierungen und Privatanwender weltweit zu schützen. Das umfassende Sicherheitsportfolio des Unternehmens beinhaltet führenden Endpoint-Schutz sowie eine Reihe spezialisierter Sicherheitslösungen und -Services zur Verteidigung gegen komplexe und sich weiter entwickelnde Cyberbedrohungen. Über 400 Millionen Nutzer und 250.000 Unternehmenskunden werden von den Technologien von Kaspersky geschützt. Weitere Informationen zu Kaspersky unter www.kaspersky.com/


 

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