KI ist Fluch und Segen zugleich: Eine weltweite Umfrage unter 1.800 IT- und Cybersicherheitsentscheidern ergibt, dass 81 Prozent den internen Einsatz von KI vorantreiben um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Allerdings erkennen sie auch KI-Schwachstellen, Phishing und groß angelegte Malware-Angriffe als größte Bedrohungen. Daher steigen die IT-Sicherheitsbudgets um 41 Prozent.
KI wird zum zentralen Treiber steigender IT-Sicherheitsbudgets: 41 Prozent der Großunternehmen weltweit nennen die Einführung von KI als wichtigsten Investitionsgrund, gefolgt von höheren Kosten durch Sicherheitsverletzungen und jüngsten Vorfällen. Gleichzeitig wächst das Risikobewusstsein – insbesondere mit Blick auf KI-Schwachstellen und unkontrolliert eingesetzte Drittanbieter-Tools. Deshalb treiben 81 Prozent der Großunternehmen die Einführung interner KI-Lösungen aktiv voran. Diese Ergebnisse gehen aus einer aktuellen Kaspersky-Studie hervor unter 1.800 IT- und Cybersicherheitsentscheidern sowie entsprechenden Spezialisten aus Organisationen in 18 Ländern.
41 Prozent der Großunternehmen steigern ihr IT-Sicherheitsbudget
Große Unternehmen investieren mehr in IT-Sicherheit; Die Gründe sind vielfältig, werden aber zunehmend durch KI und Sicherheitsvorfälle geprägt. So nennen 41 Prozent der Großunternehmen die Einführung von KI als den wichtigsten Grund, das Budget für IT-Sicherheit zu erhöhen. 36 Prozent reagieren auf die steigenden Kosten durch IT-Sicherheitsverletzungen, während 35 Prozent ihr Budget erhöhen, weil sie kürzlich einen Sicherheitsvorfall erlebt haben oder beinahe erlebt hätten.
Weiterhin zeigt die aktuelle Kaspersky-Studie, dass 19 Prozent der Unternehmen KI-Schwachstellen zu den größten Bedrohungen für ihre Organisation zählen. Damit liegen sie nur knapp hinter Risiken wie Phishing (22 Prozent) und groß angelegten Malware-Angriffen (20 Prozent). KI-bezogene Bedrohungen rücken somit zunehmend ins Bewusstsein der Unternehmen, was unter anderem die steigenden Ausgaben für Cybersicherheit erklärt.
Unkontrolliert Nutzung von KI-Tools erhöhen das Risiko
Allerdings sind solche externen Bedrohungen nicht der einzige Grund, weshalb Unternehmen KI als ernst zu nehmendes Sicherheitsrisiko wahrnehmen. Denn eine ähnlich große Herausforderung geht von Mitarbeitenden aus, die unkontrolliert KI-Tools von Drittanbietern wie ChatGPT oder DeepSeek nutzen. 31 Prozent der Befragten nannten diese sogenannte Schatten-KI als häufigen Risikofaktor. Das unterstreicht die dringende Notwendigkeit, den Einsatz externer KI-Lösungen sorgfältig zu steuern und klare Regeln festzulegen, um potenziellen Datenlecks und Sicherheitslücken vorzubeugen.
Entsprechend erlauben 59 Prozent der Organisationen den Einsatz von KI-Tools von Drittanbietern nur unter bestimmten Auflagen, etwa der Vorgabe, dass Firmennamen oder interne Dokumente nicht in diese Tools eingegeben beziehungsweise hochgeladen werden dürfen. 23 Prozent gewähren dagegen uneingeschränkten Zugriff auf diese Tools, bieten ihren Mitarbeitern jedoch Schulungen und Leitlinien für einen sicheren Umgang mit diesen Anwendungen an.
Strategische Pläne für KI-Entwicklung und -integration
Trotz der Risiken schreitet die Integration von KI in Unternehmen schnell voran. So evaluieren oder implementieren 81 Prozent der Großunternehmen interne KI-Tools, die auf großen Sprachmodellen basieren. 18 Prozent haben diese Technologien bereits in ihre Arbeitsabläufe integriert. Unternehmen, die eigene interne KI-Lösungen eingeführt haben, verfolgen damit vor allem drei Ziele: Jeweils 59 Prozent nennen eine höhere Prozesseffizienz, die Verringerung menschlicher Fehler und eine bessere Qualität der Ergebnisse für ihre Kunden. Unternehmen möchten demnach KI einsetzen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und ihre operative Leistungsfähigkeit zu verbessern.
„Mit der Einführung von KI, die Geschäftsprozesse beschleunigt und Routineaufgaben übernimmt, nehmen auch Sicherheitsrisiken wie KI-Schwachstellen und Schatten-KI zu“, erklärt Vladislav Tushkanov, Group Manager im Kaspersky AI Technology Research Center. „Der wirksamste Schutz besteht darin, umfassende Cybersicherheitslösungen wie Kaspersky Next einzusetzen, die bereits fortschrittliche KI-Funktionen beinhalten. Sie können Sicherheitsvorfälle verhindern, das Sicherheitsmanagement optimieren und dadurch Kosten deutlich senken. Gleichzeitig stärken solche Lösungen die operative Resilienz, indem sie eine schnellere Eindämmung von Angriffen und eine effektivere Schadensbegrenzung ermöglichen. Darüber hinaus steigern sie die Effizienz, ohne dass zusätzliches Personal erforderlich ist, und optimieren Sicherheitsinvestitionen durch die Konsolidierung verschiedener Tools.“
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Über Kaspersky Kaspersky ist ein internationales Cybersicherheitsunternehmen, das im Jahr 1997 gegründet wurde. Die tiefgreifende Threat Intelligence sowie Sicherheitsexpertise von Kaspersky dient als Grundlage für innovative Sicherheitslösungen und -dienste, um Unternehmen, kritische Infrastrukturen, Regierungen und Privatanwender weltweit zu schützen. Das umfassende Sicherheitsportfolio des Unternehmens beinhaltet führenden Endpoint-Schutz sowie eine Reihe spezialisierter Sicherheitslösungen und -Services zur Verteidigung gegen komplexe und sich weiter entwickelnde Cyberbedrohungen. Über 400 Millionen Nutzer und 250.000 Unternehmenskunden werden von den Technologien von Kaspersky geschützt. Weitere Informationen zu Kaspersky unter www.kaspersky.com/
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Gefahr durch KI: 41 Prozent erhöhen ihr IT-Sicherheitsbudget
Fachliche Einordnung
Die Fachplattform B2BCS ordnet die weltweite Befragung von Kaspersky unter 1.800 IT- und Cybersicherheitsentscheidern als wegweisendes Stimmungsbild für September 2026 ein. Die Ergebnisse verdeutlichen das Spannungsfeld zwischen betrieblicher KI-Innovation und drastisch vergrößerter Angriffsfläche: Während 81 Prozent der Großunternehmen interne KI-Lösungen forcieren, erhöhen 41 Prozent ihre Cybersecurity-Budgets gezielt aufgrund von KI-Schwachstellen, Schatten-KI und steigenden Incident-Kosten. Wie Vladislav Tushkanov (Group Manager im Kaspersky AI Technology Research Center) darlegt, zwingt diese Entwicklung Unternehmen dazu, KI-Governance mit automatisierten, KI-gestützten Security-Konsolidierungen zu koppeln.
Key-Takeaways
- KI als Budgettreiber Nr. 1: 41 % der Großunternehmen nennen die KI-Einführung als Hauptgrund für höhere IT-Sicherheitsausgaben, gefolgt von gestiegenen Incident-Kosten (36 %) und erlebten Sicherheitsvorfällen (35 %).
- KI-Schwachstellen im Bedrohungsinventar: 19 % sehen spezifische KI-Schwachstellen als größte Bedrohung – direkt hinter Phishing (22 %) und groß angelegten Malware-Attacken (20 %).
- Risikofaktor Schatten-KI: 31 % betrachten die unkontrollierte Nutzung von Drittanbieter-Tools (wie ChatGPT oder DeepSeek) durch Mitarbeiter als akutes Risiko für Datenlecks.
- Regulation & Leitlinien im Firmenalltag: 59 % erlauben externe KI-Tools nur unter strikten Auflagen (z. B. Hochladeverbote für Interna); 23 % kombinieren freien Zugriff mit verpflichtenden Schulungen.
- Hohe Adaptionsrate interner LLMs: 81 % evaluieren oder implementieren eigene, auf Large Language Models basierende Unternehmens-Anwendungen zur Prozessoptimierung und Fehlerreduktion.
Strategische Analyse
Die Kaspersky-Studie belegt für das Jahr 2026 den endgültigen Wandel von Cybersicherheit von einem reinen Schutz- zu einem Befähigungsfaktor für KI-Transformationen. Da Unternehmen massiv in eigene Large Language Models investieren, um Effizienzgewinne zu realisieren, entstehen parallel neuartige Schwachstellenklassen (z. B. Data Leakage über Prompts, Model Poisoning, Unsafe Output Handling). Gleichzeitig zeigt die hohe Präsenz von Schatten-KI, dass Verbotspolitiken in der Praxis scheitern. Sicherheitsverantwortliche müssen daher auf konsolidierte XDR- und DLP-Plattformen setzen, die Transparenz über Datenflüsse schaffen und Bedrohungen in Echtzeit blockieren.
Handlungsempfehlung:
CISOs, Risk Manager und IT-Leiter sollten folgende Schritte zur Absicherung ihrer KI-Initiativen einleiten:
- Gezielte KI-Governance & Upload-Guardrails etablieren: Definieren Sie klare Richtlinien für die Nutzung externer GenAI-Tools und sichern Sie Endpunkte durch Data Loss Prevention (DLP), die sensible Daten vor dem Absenden filtert.
- Security-Budgets auf AI Shielding ausrichten: Nutzen Sie die Budgetsteigerungen gezielt für den Schutz interner KI-Infrastrukturen (z. B. durch Model Audits, Red Teaming und Prompt-Injection-Filter).
- Sicherheitsarchitekturen konsolidieren: Implementieren Sie integrierte Plattformlösungen mit nativen KI-Abwehrmechanismen, um Komplexität abzubauen und Incidents automatisiert ohne Personalaufstockung einzudämmen.
- Kontinuierliche Mitarbeiterschulung zu Schatten-KI: Trainieren Sie Belegschaften praxisnah auf die Risiken von Dateneingaben in Drittanbieter-LLMs und stellen Sie abgesicherte, interne KI-Alternativen bereit.
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