Sicherheitsexperten haben einen neuen, mehrstufigen macOS-Info-Stealers namens „Amnesia Stealer“ analysiert. Die Kampagne lockt Opfer auf eine gefälschte GitHub-Seite, die Nutzer dazu auffordert, einen Befehl in das Terminal zu kopieren.
Durch den Befehl wird unbemerkt ein in Rust entwickelter Infostealer heruntergeladen, der sich über einen mehrphasigen Angriff Zugriff zu Chromium Browsern verschafft und Zugangs- und Browserdaten sowie Live-Sessions von MacOS-Nutzer:innen exfiltriert. AmnesiaStealer verfolgt damit ein ähnliches Ziel wie bereits etablierte Malware-Familien, wie Atomic (AMOS), MacSync und CrashStealer.
Problematisch ist, dass sich diese Kampagne durch eine über einen Builder gesteuerte Konfiguration von anderen Angriffen abhebt. Hinzu kommt eine Logik, die je nach Betriebssystemversion verzweigt und die Umgehungstechniken an gepatchte macOS-Versionen anpasst. Eine zweite Stufe ermöglicht zudem die Fernsteuerung, wodurch Angreifer die Cookies der Nutzer stehlen und ihre Aktivitäten mithilfe eines unauffälligen Skripts verschleiern können. Das Skript patcht Browser-Fingerprinting-APIs und verhindert so, dass besuchte Websites den automatisierten Zugriff erkennen.
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