Sicherheits-Experten haben im Frühjahr 2026 eine neue schädliche Kampagne entdeckt, die auf Entwickler abzielt, die nach Installationsanleitungen für Claude Code, den Entwicklungsagenten von Anthropic suchen. Aber hinter der Hilfe steckt nur ein perfider Angriff mit einem Infostealer.
Wenn Entwickler nach Claude Installationsanleitungen suchen, kann es gefährlich werden. Bei der Kampagne gab es folgendes: nach der Suche von „Claude Code download“ erscheinen in den Suchergebnissen gesponserte Anzeigen; eine davon leitet auf eine betrügerische Webseite weiter. Die Kaspersky-Experten identifizierten zudem weitere ähnliche Kampagnen rund um andere populäre KI-Tools, darunter OpenClaw und Doubao.
Gefährliche Anzeigen mit vermeintlich hilfreichen Downloads
Die betrügerische Webseite für den „Claude Code Download“ ist visuell nahezu identisch mit der legitimen Version dieser und wird über die Website-Plattform Squarespace gehostet. Da die Seite die Originalanweisungen genau kopiert, bemerken Nutzer möglicherweise keinen Unterschied beim Kopieren und Ausführen von Installationsbefehlen. Nutzer, die den dort beschriebenen Installationsbefehlen folgen, installieren jedoch Schadsoftware und nicht das Entwickler-Tool. Die Malware kann unter anderem Zugangsdaten, Kryptowallet-Daten, Browser-Sitzungen sowie weitere vertrauliche Dateien auslesen.
Je nach Betriebssystem werden unterschiedliche Infostealer installiert:
- Windows-Systeme erhalten den Infostealer Amatera, der Daten aus Nutzerverzeichnissen, Webbrowsern und Krypto-Wallets sammelt und an einen entfernten Server überträgt. Amatera wurde bereits in anderen Kampagnen beobachtet, die die ClickFix-Verteilungstechnik nutzen, und wird im Rahmen eines Malware-as-a-Service-Modells betrieben.
- macOS-Systeme werden dagegen mit dem Infostealer AMOS infiziert, der in mehreren Kampagnen gegen Apple-Geräte eingesetzt wurde.
„Diese Kampagne birgt besondere Risiken, da KI-Entwicklertools wie Claude Code oder OpenClaw sowohl von Technikbegeisterten als auch professionellen Entwicklern in Unternehmen genutzt werden. Wird ein System infiziert, können Angreifer unter anderem Zugriff auf den Quellcode laufender Projekte, vertrauliche Unternehmensdaten, Authentifizierungsdaten oder private Konten erhalten. Dadurch entsteht eine erhebliche Gefahr für Unternehmen, deren Entwickler auf KI-gestützte Programmierwerkzeuge setzen.“ so Vladimir Gursky, Cybersicherheitsexperte bei Kaspersky.
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