ClickFix-Angriffe nutzen zunehmend das Vertrauen von Anwendern in bekannte KI-Dienste aus. Eine entdeckte Kampagne missbraucht dafür manipulierte, geteilte KI-Chats, die vermeintlich harmlose Anweisungen enthalten. Vor allem Softwareentwickler und IT-Fachleute werden dazu gebracht, Schadcode manuell auf ihren Geräten auszuführen.
Das Threat Hunting-Team von Zscaler analysierte eine Malware-Kampagne, die unter dem Namen „ClaudeFix“ verfolgt wurde. Cyberkriminelle kombinieren dabei die bewährte Social Engineering-Taktik „ClickFix“ mit dem Missbrauch legitimer Funktionen des KI-Assistenten Claude von Anthropic. Das primäre Ziel der aufgedeckten Kampagne sind Softwareentwickler und IT-Experten, welchen über vermeintlich harmlose, geteilte KI-Chats heimlich der MacSync Stealer zugespielt wird.
Vom Fake-Portal zum legitimen KI-Chat
Im Rahmen der Kampagne konnten die Sicherheitsforscher offenlegen, wie die Bedrohungsakteure ihre Taktik schnell weiterentwickelt haben. Zu Beginn der Kampagne setzten sie zur Verbreitung des Schadcodes auf Werbung, die Mac-User auf der Suche nach Claude auf shared Claude Chats lenkte, und über ClickFix-Kommandos zum Download des MacSync Stealers veranlasste. Durch das Teilen präparierter Chat-Verläufe (Shared Chats) wirken die bösartigen Anweisungen, als stammten sie direkt aus einer verifizierten, sicheren KI-Umgebung.
Die geteilten Chats sind darauf ausgelegt, die Opfer zur manuellen Ausführung von Code zu verleiten – eine Methode, die in der IT-Sicherheit als „ClickFix“ (oder „InstallFix“) bekannt ist. Unter dem Vorwand, ein Update zu installieren, ein CAPTCHA zu lösen oder das Entwicklertool einzurichten, werden die User angewiesen, vorgefertigte Kommandozeilenbefehle zu kopieren und in ihr System-Terminal oder die Windows-Eingabeaufforderung (PowerShell) einzufügen.
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren
Einmal im Monat die besten News von B2B CYBER SECURITY lesen
Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer
Datenschutzerklärung.
Sie können jederzeit den Newsletter wieder abbestellen. Einen entsprechenden Link finden Sie im Newsletter. Nach einer Abmeldung werden Ihre Daten in kürzester Zeit gelöscht. Eine Wiederherstellung ist nicht möglich. Falls Sie den Newsletter erneut haben möchten, ordern sie diesen einfach neu. Verfahren Sie auch so, wenn Sie eine andere E-Mail-Adresse für Ihren Newsletter nutzen möchten.
Wenn Sie den auf der Website angebotenen Newsletter beziehen möchten, benötigen wir von Ihnen eine E-Mail-Adresse sowie Informationen, welche uns die Überprüfung gestatten, dass Sie der Inhaber der angegebenen E-Mail-Adresse und mit dem Empfang des Newsletters einverstanden sind. Weitere Daten werden nicht bzw. nur auf freiwilliger Basis erhoben. Für die Abwicklung der Newsletter nutzen wir Newsletterdiensteanbieter, die nachfolgend beschrieben werden.
CleverReach
Diese Website nutzt CleverReach für den Versand von Newslettern. Anbieter ist die CleverReach GmbH & Co. KG, Schafjückenweg 2, 26180 Rastede, Deutschland (nachfolgend „CleverReach“). CleverReach ist ein Dienst, mit dem der Newsletterversand organisiert und analysiert werden kann. Die von Ihnen zwecks Newsletterbezug eingegebenen Daten (z. B. E-Mail-Adresse) werden auf den Servern von CleverReach in Deutschland bzw. Irland gespeichert.
Unsere mit CleverReach versandten Newsletter ermöglichen uns die Analyse des Verhaltens der Newsletterempfänger. Hierbei kann u. a. analysiert werden, wie viele Empfänger die Newsletternachricht geöffnet haben und wie oft welcher Link im Newsletter angeklickt wurde. Mit Hilfe des sogenannten Conversion-Trackings kann außerdem analysiert werden, ob nach Anklicken des Links im Newsletter eine vorab definierte Aktion (z. B. Kauf eines Produkts auf dieser Website) erfolgt ist. Weitere Informationen zur Datenanalyse durch CleverReach-Newsletter erhalten Sie unter:
https://www.cleverreach.com/de/funktionen/reporting-und-tracking/.
Die Datenverarbeitung erfolgt auf Grundlage Ihrer Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO). Sie können diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem Sie den Newsletter abbestellen. Die Rechtmäßigkeit der bereits erfolgten Datenverarbeitungsvorgänge bleibt vom Widerruf unberührt.
Wenn Sie keine Analyse durch CleverReach wollen, müssen Sie den Newsletter abbestellen. Hierfür stellen wir in jeder Newsletternachricht einen entsprechenden Link zur Verfügung.
Die von Ihnen zum Zwecke des Newsletter-Bezugs bei uns hinterlegten Daten werden von uns bis zu Ihrer Austragung aus dem Newsletter bei uns bzw. dem Newsletterdiensteanbieter gespeichert und nach der Abbestellung des Newsletters aus der Newsletterverteilerliste gelöscht. Daten, die zu anderen Zwecken bei uns gespeichert wurden, bleiben hiervon unberührt.
Nach Ihrer Austragung aus der Newsletterverteilerliste wird Ihre E-Mail-Adresse bei uns bzw. dem Newsletterdiensteanbieter ggf. in einer Blacklist gespeichert, sofern dies zur Verhinderung künftiger Mailings erforderlich ist. Die Daten aus der Blacklist werden nur für diesen Zweck verwendet und nicht mit anderen Daten zusammengeführt. Dies dient sowohl Ihrem Interesse als auch unserem Interesse an der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben beim Versand von Newslettern (berechtigtes Interesse im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO). Die Speicherung in der Blacklist ist zeitlich nicht befristet.
Sie können der Speicherung widersprechen, sofern Ihre Interessen unser berechtigtes Interesse überwiegen.
Näheres entnehmen Sie den Datenschutzbestimmungen von CleverReach unter:
https://www.cleverreach.com/de/datenschutz/.
Auftragsverarbeitung
Wir haben einen Vertrag über Auftragsverarbeitung (AVV) zur Nutzung des oben genannten Dienstes geschlossen. Hierbei handelt es sich um einen datenschutzrechtlich vorgeschriebenen Vertrag, der gewährleistet, dass dieser die personenbezogenen Daten unserer Websitebesucher nur nach unseren Weisungen und unter Einhaltung der DSGVO verarbeitet.
Zielgerichtete Angriffe auf das IT-Ökosystem
Sobald ein User den Code ausführt, beginnt eine mehrstufige Infektionskette. Der initiale Befehl fungiert dabei lediglich als Dropper, der unbemerkt im Hintergrund weitere Schadsoftware nachlädt. Darauf folgt gezielter Datendiebstahl, bei dem die transportierten Payloads speziell auf Informationen in Entwickler-Workstations abzielen. Sie entwenden systematisch Browser-Zugangsdaten, Session-Cookies, Krypto-Wallets sowie sensible Systeminformationen. Dies birgt ein Risiko für Unternehmen, da sich die Angreifer mithilfe der gestohlenen Session-Tokens und Passwörter lateral in den betroffenen Netzwerken ausbreiten und so noch größeren Schaden anrichten können.
Auch wenn die beobachtete Kampagne kurzlebig war, unterstreicht sie einen gefährlichen Trend, bei dem Cyberkriminelle das hohe Vertrauen in populäre KI-Tools als Einfallstor nutzen. Zscaler ThreatLabz rät Unternehmen dazu, ihre Belegschaft für die Risiken von Copy-and-Paste-Befehlen aus unautorisierten Quellen zu sensibilisieren.
Mehr bei Zscaler.com
Über Zscaler
Zscaler beschleunigt die digitale Transformation, damit Kunden agiler, effizienter, widerstandsfähiger und sicherer werden können. Zscaler Zero Trust Exchange schützt Tausende von Kunden vor Cyberangriffen und Datenverlusten, indem es Nutzer, Geräte und Anwendungen an jedem Standort sicher verbindet. Die SSE-basierte Zero Trust Exchange ist die weltweit größte Inline-Cloud-Sicherheitsplattform, die über mehr als 150 Rechenzentren auf der ganzen Welt verteilt ist.
Passende Artikel zum Thema