Betrug mit KI gefälschter Stimme: Bank verliert 36 Millionen Euro

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Ein Betrugsfall in Italien zeigt, wie realistisch KI-generierte Stimmen heute für Angriffe auf Unternehmen eingesetzt werden können. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Mailand wurde der ehemalige Verwaltungsratschef der Privatbank Fideuram, einer Tochter der Intesa Sanpaolo Gruppe, im Februar 2026 Opfer eines mehrstufigen CEO-Betrugs.

Bei dem Vorfall wurden bekannte Techniken kombiniert: Das Vishing, eine Kombination aus „Voice“ und „Phishing“, wurde mit Hilfe von KI optimiert und so zu KI-Vishing. Danach gingen die Angreifer so vor: Zunächst erhielt der Manager eine gefälschte WhatsApp-Nachricht, die vom CEO der Mutterbank zu stammen schien. Kurz darauf folgte ein Anruf mit einer nachgebildeten Stimme eines bekannten Anwalts. In der Annahme, es handele sich um eine legitime Anfrage, wies der Manager die Finanzabteilung an, Überweisungen in zweistelliger Millionenhöhe vorzunehmen.

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Falsche KI-Stimme führen zur Überweisung von 36 Millionen Euro

Wie andere Medien berichten, soll die Stimme des Anwalts mit KI-Technologie imitiert worden sein. Insgesamt wurden demnach rund 95 Millionen Euro auf Konten im Ausland überwiesen. Ein Großteil konnte mit Unterstützung internationaler Behörden zurückgeholt werden. Etwa 36 Millionen Euro gelten jedoch als verloren, da sie in Kryptowährungen umgewandelt und weiter verschoben wurden.

Der Fall unterstreicht die wachsende Gefahr durch Deepfake-Technologien im Finanz- und Unternehmensumfeld. Experten raten Unternehmen dringend, interne Freigabeprozesse für Zahlungen zu verschärfen. Dazu gehören verbindliche Rückrufverfahren über bekannte Nummern, die Nutzung von Code-Wörtern bei dringenden Transaktionen und eine regelmäßige Sensibilisierung der Mitarbeiter für aktuelle Betrugsmuster. Auch technische Maßnahmen wie KI-gestützte Betrugserkennung in Kommunikationssystemen gewinnen an Bedeutung.

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Die italienischen Behörden ermitteln weiter. Neben dem Fideuram-Fall werden weitere ähnliche Vorfälle gegen Banken untersucht, bei denen ebenfalls KI-gestützte Stimmenimitationen zum Einsatz gekommen sein sollen.

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