Berechtigungen bremsen Einführung von Microsoft Copilot

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Der Einsatz von KI scheitert in vielen Unternehmen an unzureichend kontrollierten Zugriffsrechten. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass Datenschutzbedenken zahlreiche Unternehmen dazu bewegen, die Einführung von Copilot zu verschieben. Besonders problematisch sind unübersichtliche Berechtigungen, schwach geschützte Administratorkonten und fehlende Governance-Prozesse.

Zwei von drei (66 %) Unternehmen haben Bedenken, dass Microsoft Copilot vertrauliche Daten offenlegen könnte und haben deshalb die Einführung des KI-Assistenten verschoben oder komplett gestrichen. Zudem befürchten nahezu drei Viertel (73 %) der Benutzer, dass KI bereits intern sensible Informationen preisgibt. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt der neue Report „State of Microsoft 365 Security and Governance 2026“ von CoreView, Spezialist für den Schutz und das Management von Microsoft-365-Tenants.

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Einführung von KI macht alte Berechtigungsprobleme sichtbar

Für den Bericht wurden weltweit Fachleute aus den Bereichen IT, Security und Infrastruktur befragt. Die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung:

  • Je höher die Position, desto größer die Bedenken: Die Vorbehalte gegenüber KI nehmen mit steigender Position im Unternehmen zu. Drei Viertel (75 %) der Führungskräfte auf Vorstandsebene und Geschäftsführung haben die Einführung von Copilot verschoben oder gestrichen, verglichen mit 60 Prozent des mittleren Managements.
  • Die meisten Unternehmen überschätzen ihre Microsoft-365-Sicherheitslage: Fast zwei Drittel (62 %) stufen ihre Microsoft-365-Sicherheit als „ausgereift“ oder „fortgeschritten“ ein. Dennoch fehlt bei mehr als der Hälfte (54 %) dieser Unternehmen mindestens eine grundlegende Sicherheitsmaßnahme wie Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für Administratoren, Privileged-Access-Management (PAM) oder die Erkennung von Manipulationen an den Konfigurationen. Eine treffende Selbsteinschätzung ist vor allem in Bezug auf die Berechtigungen entscheidend, da Copilot alles nutzt und verarbeitet, worauf der jeweilige Nutzer Zugriff hat.
  • Die bedeutendsten Konten sind am schwächsten geschützt: Administratorenkonten spielen beim Management von Microsoft 365 und der Nutzung von Copilot eine Schlüsselrolle. Sie sind in der Lage, Berechtigungen, Konfigurationen und Zugriffskontrollen in der gesamten Microsoft-365-Umgebung zu ändern. Dennoch werden sie seltener mittels MFA geschützt als bei Standardbenutzerkonten (55 % gegenüber 62 %).
  • Ein Drittel überschätzt den Funktionsumfang von Microsoft 365: 37 Prozent der Befragten glauben fälschlicherweise, dass Microsoft automatisch Backups der Microsoft-365-Konfigurationen erstellt. Weitere 12 Prozent erklären, dass sie überhaupt keine Konfigurations-Backups durchführen. Eine verbindliche Erfassung sämtlicher Berechtigungen, Freigabeeinstellungen und Zugriffskontrollen ist gerade im Hinblick auf KI und ihre Reichweite von entscheidender Bedeutung.
  • KI-Einsatz scheitert häufig bereits in der Vorbereitung: Fast zwei Drittel (63 %) der Unternehmen verschieben oder beschränken die Überprüfung der Benutzerzugriffe in SharePoint, weil diese zu zeitaufwändig ist. Die Delegierung dieser Aufgabe an die Mitarbeitenden scheitert in jedem zweiten Unternehmen (46 %). Aufgrund des kontinuierlichen Wachstums der Microsoft-365-Umgebungen lässt sich die Governance kaum mehr allein durch manuelle Prozesse verwalten. Folglich lässt sich das Least-Privilege-Prinzip nicht mehr effektiv durchsetzen und so die Umgebung nicht auf den Einsatz von Copilot vorbereiten.

Methodik der Umfrage

Der Bericht basiert auf einer Umfrage unter 279 Entscheidungsträgern aus den Bereichen IT, Sicherheit und Infrastruktur in Unternehmen, die Microsoft 365 einsetzen. Die Befragten kommen überwiegend aus Nordamerika (86 % USA, 7 % Kanada), daneben sind auch Teilnehmer aus Großbritannien, Australien und Kontinentaleuropa vertreten. Nach Branchen betrachtet sind vor allem die Bereiche Technologie/Software (28 %), Gesundheitswesen (19 %), Finanzen/Bankwesen (14 %), Fertigung (12 %) sowie staatliche und kommunale Behörden sowie das Bildungswesen (9 %) beteiligt.

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