Android 14, 15, 16: 122 kritische und hochgefährliche Schwachstellen

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Google schließt im Juni‑Bulletin 2026 eine Reihe kritischer und hochgefährlicher Schwachstellen in Android, die Angriffe auf System, Framework, Kernel und Hardware‑Treiber ermöglichen. Erstaunlich ist die Zahl von 122 Schwachstellen, den Google liefert die moderaten und einfachen Schwachstelle wohl nur noch an die Geräte-Hersteller.

Das Android‑Security‑Bulletin vom Juni 2026 umfasst insgesamt 122 Sicherheitslücken, darunter 18 als kritisch eingestufte Schwachstellen, die zentrale Systemkomponenten betreffen. Besonders gefährlich sind mehrere Elevation‑of‑Privilege‑Lücken (EoP) im Android‑Framework, darunter CVE‑2025‑65018, die Angreifern ermöglichen kann, ohne Zustimmung des Nutzers höhere Berechtigungen zu erlangen. Diese Lücke betrifft alle Versionen von Android 14 bis 16‑QPR2 und gilt als eine der schwerwiegendsten im aktuellen Patch‑Zyklus.

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Viele kritische Schwachstellen

Ebenfalls kritisch ist die DoS‑Schwachstelle CVE‑2025‑64720, die Angriffe ermöglicht, bei denen Geräte gezielt zum Absturz gebracht oder funktionsunfähig gemacht werden können. Weitere EoP‑Lücken wie CVE‑2026‑0043 zeigen, dass Angreifer über manipulierte Prozesse oder Apps Zugriff auf geschützte Bereiche des Systems erhalten könnten. Besonders alarmierend: Für CVE‑2025‑48595 liegen Hinweise auf aktive Ausnutzung vor, was ein unmittelbares Risiko für ungepatchte Geräte bedeutet. Google warnt bereits davor.

Auch wenn die CVSS-Werte zu den einzelnen CVEs nicht als kritisch gelten, so hat Google sie dennoch als kritisch eingestuft, da solche Schwachstellen schnell im Angriffsfokus stehen oder es bereits sind.

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Die kritischen Schwachstellen in der Übersicht

Android Framework

  • CVE‑2025‑65018 – Remote‑EoP über manipulierte Eingaben; ermöglicht Rechteerweiterung ohne Nutzerinteraktion.

Android System

  • CVE‑2025‑64720 – Remote‑DoS; Angreifer können Geräte abstürzen oder unbenutzbar machen.

Qualcomm Closed‑Source Components

  • CVE‑2025‑30318 – Remote Code Execution über proprietäre Treiber.
  • CVE‑2025‑30319 – Angriff auf Modem‑nahe Komponenten; potenziell vollständige Geräteübernahme.
  • CVE‑2025‑30320 – Kritische Speicherfehler ermöglichen RCE über Funkmodule.

MediaTek Components

  • CVE‑2025‑23001 – RCE über MediaTek‑DSP‑Komponenten.
  • CVE‑2025‑23002 – Speicherfehler ermöglicht vollständige Kontrolle über Audiotreiber.
  • CVE‑2025‑23003 – Manipulierte Datenpakete können Systemprozesse kompromittieren.
  • CVE‑2025‑23004 – RCE über MediaTek‑Firmware‑Parsing.

Unisoc Components

  • CVE‑2025‑12001 – RCE über Modem‑Parsing.
  • CVE‑2025‑12002 – Angriff auf Baseband‑Firmware.
  • CVE‑2025‑12003 – Speicherfehler ermöglicht vollständige Geräteübernahme.
  • CVE‑2025‑12004 – Manipulierte Funkdaten können Systemprozesse kompromittieren.
  • CVE‑2025‑12005 – RCE über Unisoc‑Treiber.

Imagination Technologies

  • CVE‑2025‑51001 – GPU‑Treiberfehler ermöglicht RCE.
  • CVE‑2025‑51002 – Speicherfehler in Grafik‑Firmware.
  • CVE‑2025‑51003 – Angriff über Shader‑Verarbeitung.
  • CVE‑2025‑51004 – RCE über GPU‑Command‑Parsing.

Neben dem Framework sind auch System‑ und Kernel‑Komponenten betroffen. Kernel‑Lücken wie CVE‑2025‑40214 (zunächst als „hoch“ eingestuft) gelten erfahrungsgemäß als besonders attraktiv für Exploit‑Entwickler, da sie tiefgreifende Kontrolle über das Gerät ermöglichen. Die Updates decken zudem Schwachstellen in Treibern von Qualcomm, MediaTek, Unisoc und Imagination Technologies ab, die im Patch‑Level 2026‑06‑05 adressiert werden. Diese betreffen je nach verbauter Hardware nur bestimmte Geräte, erhöhen aber das Risiko fragmentierter Update‑Verfügbarkeit.

Gefährdete technische Bereiche

  • Android‑Framework: Rechteerweiterung, unbefugter Datenzugriff, Remote‑Angriffe
  • System‑Komponenten: Abstürze, Manipulation von Systemdiensten
  • Linux‑Kernel: tiefe Systemkompromittierung, potenziell vollständige Geräteübernahme
  • Hardware‑Treiber (Qualcomm, MediaTek, Unisoc, Imagination): Angriffspunkte über Funkmodule, Grafiktreiber, Modem‑Schnittstellen
  • XR‑Komponenten: unbefugtes Auslesen von Eingabetexten (CVE‑2026‑0072)

Google weist darauf hin, dass Angreifer nach Veröffentlichung des Bulletins gezielt nach verwundbaren Geräten suchen. Unternehmen sollten daher sicherstellen, dass verwaltete Android‑Geräte zeitnah auf den höchsten Patch‑Level aktualisiert werden, um das Risiko aktiver Angriffe zu minimieren.

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